Broich - Närrisches Jubiläum: Broicher Karnevalsgesellschaft mit opulentem Programm

Närrisches Jubiläum: Broicher Karnevalsgesellschaft mit opulentem Programm

Von: ptj
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Olli der Köbes ist einer der auswärtigen Größen auf der Jubiläumssitzung. Foto: Jagodzinska

Broich. 111 Jahre Sitzungs- und Straßenkarneval feiert die Broicher KG „Stopp dä Mutz“. Da musste die Jubiläumssitzung, die erste „richtige“ seit dem Vorstandswechsel, schon etwas Besonderes werden, was ohne Zweifel gelang.

Mit Blumen in Händen, die unterwegs großzügig verteilt wurden, zog der Elferrat ein. „Ein tolles Bild, dass die Bude heute wieder fast voll ist“, begeisterte sich (Sitzungs)Präsident Holger Ebbighausen, bevor er die vier magischen Worte sprach: „Die Sitzung ist eröffnet.“

Ein mehr als geeigneter Eisbrecher war das Fanfarencorps „Kaafsäck“ der Dürwisser Narrengarde. Leadsänger und Trompeter der Großtruppe wussten Musik, auch aus dem Genre Klassik, bestens mit Showeinlagen zu verknüpfen. So enterten „echte“ freie Piraten die Bühne, oder es erschien ein spanischer Zwei-Personen-Stier samt Torrero. Natürlich verzichteten die Stimmungskanonen nicht auf Nebelmaschine und Konfetti-Kanone.

Sogleich nahte der erste Höhepunkt. Prinz Roman (Crützen) aus dem Jülicher Kinderdreigestirn, weit und breit der einzige Trompete spielende Prinz überhaupt, stammt aus Broich. Das flotte Liedchen, das das Dreigstirn mitsamt Adjutant und Page zur Melodie von „Halleluja“ zu Gehör brachte, entstammt der Feder der „echten Broicherin“ Iris Pauli. „Wir sind fünf Kinder, die jeder kennt, der mit Karneval was zu tun hat. Halleluja, nun sind wir da, Roman, Kai (Sänger) und die Dana (Bertrams)“, sangen die Kids. Roman spielte den Refrain auf der Trompete. Jubiläumsorden gab es ebenfalls reichlich, so hatte Roman, bekanntlich Hahn im Korb in der Großen Garde Broich, darauf bestanden, seinen Trainerinnen Stefanie Bellartz und Martina Malaika einen solchen zu verleihen. Nicht zu übersehen war zudem, dass „jede Menge Broicher“ im Festausschuss Jülicher Kengerzoch zu finden sind.

Weiter ging es mit einem gelungenen Mix aus Kräften aus den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf und eigenen Kräften. So schwangen die Junge Garde „Flying shoes“ und die Große Garde Broich schwungvoll Beine und Hüften.

Das Broicher Herrenballett „90 60 90“, das sich selbst nicht unberechtigt die Attribute jung, sexy und gutaussehend verliehen hat, zeigte eine coole Performance zum Thema „Men in Black“. Zwei Fronttänzer schwebten in glänzend gemaserten Kostümen Außerirdischer in den Saal der Bürgerhalle ein und tanzten mit ihren schwarzgekleideten Herren sportlich/akrobatisch, selbstverständlich ohne die geeigneten Show-Attribute zu vernachlässigen.

Das Tanzbein schwangen zudem mit viel Temperament die Kölner „Höppemötzjer“ und die Rot-Weißen Funken aus Hürth. In die Bütt stieg das Kölner Duo Ernst und Willi, die mit ihrem Zwiegespräch immer wieder zu Lachsalven reizten, und Olli der Köbes. Letzterer, mit Schürze und Tablett in der Hand, ließ das begeisterte Publikum unter anderem Trinksprüche vervollständigen und Hochzeitsvideos rückwärts anschauen und interpretierte diverse „smsse“.

Eine Premiere war der Kölsche Krätzesänger Philipp Oebel, der in humorvoller musikalischer Erzählform à la Karl Berbuer oder Willi Ostermann das feiernde Publikum glänzend unterhielt. Sein „Vorspiel“ war „dat Zausleed“.

Die jubilierende KG nahm Inge Suhr und Wolfgang Schiffer als neue Senatoren auf und ernannte Senatspräsident und Ortsvorsteher Heinz Müller zum Ehrenmitglied, leider aber in Abwesenheit. Mit der Düsseldorfer „BOB Band ohne Bart“ ging weit nach Mitternacht eine gelungene Sitzung zu Ende.

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