Nachwuchs-Ingenieure bessern ihr Wissen auf

Von: Kr.
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Technik kann spannend sein: Schüler, Lehrer und die Kooperationspartner stellten die Junior-Ingenieur-Akademie am Gymnasium Haus Overbach vor. Foto: Król

Barmen. „Der Unterricht ist abwechselnd und spannend. Wir haben die Möglichkeit uns hier vieles selbst zu erarbeiten, und ganz toll sind auch die Exkursionen.” So urteilen die 20 Schüler und Schülerinnen, die an der neu gegründeten Junior-Ingenieur-Akademie am Haus Overbach teilnehmen.

Sicherlich ist das Gymnasium mit der Errichtung seines Science College, was die die Naturwissenschaften angeht, anderen Schulen ein Stück voraus. Nun tat die Schule noch einen weiteren wichtigen Schritt. In einer Region, die geprägt ist von Wissenschaft und Technik, war es für das Kollegium naheliegend, auch die Ingenieurwissenschaften zu stärken.

Dies gelingt aber nur mit kompetenten Partnern an der Seite. Zunächst einmal holte die Schule mit der Deutschen Telekom Stiftung finanzkräftige Unterstützung ins Boot. Die Stiftung ist zurzeit dabei ein Netzwerk aus Schule, Wissenschaft und Wirtschaft an verschiedenen Standorten aufzubauen und zu fördern. 15 solcher Junior-Ingenieur-Akademien sind bereits errichtet. Sie sollen möglichst früh das Interesse für Technik wecken.

Daher spricht diese Akademie zunächst einmal Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I an, die als Wahlpflichtfach drei Unterrichtsstunden pro Woche die Akademie besuchen. In vier Modulen stehen Steuerungstechnik, Haustechnik, Medizintechnik und Wetter und Klima auf dem Programm.

Auf experimentellem Unterricht, bei dem sich die Schüler aktiv einbringen können, liegt der Schwerpunkt. Workshops und Exkursionen vervollständigen das Angebot. So besuchten die Teilnehmer der Akademie beispielsweise das Aus-und Weiterbildungszentrum von RWE-Rheinland Westfalen Netz AG in Niederzier. Dort arbeiteten sie gemeinsam mit den Auszubildenden an einem Projekt, dass Bestandteil der Gesellenprüfung ist.

Teamgeist gefordert

Doch nicht nur technisches Wissen und Verständnis wird in der Akademie gefordert und vermittelt. Gefördert wird außerdem Kooperationsfähigkeit, Teamgeist und nicht zuletzt Präsentationstechnik. Davon konnten sich die Gäste bei der Annerkennungsfeier des Gymnasiums Haus Overbach als Junior-Ingenieur-Akademie gleich selbst überzeugen. Die Schüler hatten eine kleine Präsentation vorbereitet, in der sie ihr Können unter Beweis stellten.

Schulleiter Heinz Lingen nutzte die Gelegenheit, all jenen und hier ganz besonders der Deutschen Telekom Stiftung zu danken. Sie bezuschusst das Projekt mit 35.000 Euro. Weiterhin galt sein Dank den Kooperationspartnern wie der FH Aachen, der RWTH Aachen, RWE Rheinland West Netz AG und all den anderen, die an diesem Projekt beteiligt sind. „Wer hier Erfolg hat, wird es überall schaffen”, ermunterte Landrat Wolfgang Spelthahn die Schüler.

Sinnvoll, so fand Dr, Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Deutschen Telekom Stiftung, sei im Haus Overbach das Geld angelegt.

Es freue ihn ganz besonders, dass die Schule jetzt schon weiter plane und darüber nachdenke, die Akademie auch in der Oberstufe fortzusetzen.

Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, wusste aus beruflicher Erfahrung zu berichten, dass viele Studenten oft nicht das nötige Rüstzeug für ihr Studium mitbringen. Deshalb sehe er sich in Overbach in die Pflicht genommen und unterstütze mit seiner Einrichtung dieses Programm. „Die Idee ist einfach gut.”,

Ähnlich sah es auch Dipl.-Ing. Michael Kraus vom Aus-und Weiterbildungszentrum Niederzier. „Dieses innovative Vorhaben muss einfach unterstütz werden. Hier wird auf hohem Niveau gelehrt”. Wichtig fand er dass die Schule für einen reibungslosen Übergang von Schule, Studium und Beruf sorge.

Thorsten Vogelsang, Leiter der Fachgruppe Technik GHO, stellte außerdem kurz die Akademie vor.

Das das Gymnasium nicht nur Technik und Naturwissenschaften fördert, sondern auch im musischen bereich einiges zu bieten hat, unterstrich ein Bläserquartett der Schule, das den Festakt musikalisch umrahmte.
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