Jülich - Nach dem Beruf Talent freien Lauf gegeben

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Nach dem Beruf Talent freien Lauf gegeben

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Martin Marquardt und Hans Peter Bochem (v.l.) stellten ihre Fotoarbeiten vor und machten deutlich, wieviel Freude ihnen die künstlerische Arbeit schenkt, nachdem der berufliche Druck für sie verschwunden ist. Foto: Kròl

Jülich. Mit der dritten und letzten Runde der Ausstellungsreihe „Made in Jülich“ widmete sich der Jülicher Kunstverein noch einmal der Fotografie. Hans Peter Bochem und Martin Marquardt zeigten die Dinge aus ihrer Sicht und gewährten dabei ganz erstaunliche und vor allem ganz unterschiedliche Eindrücke.

„Wir haben in dieser Ausstellungsreihe, die wir nach Möglichkeit wiederholen möchten, ein breites künstlerisches Betätigungsfeld gezeigt und konnten deutlich machen, wie viele Talente hier in unserer Stadt aktiv sind. Bei den beiden Fotografen ist es schön zu erkennen, dass sie sich nach ihrer Berufstätigkeit auf ihre weiteren Fähigkeiten besonnen haben und ohne Druck arbeiten können“, erklärte Kirsten Müller-Lehnen, die Vorsitzende des Kunstvereins. Sie haben ihren ganz persönlichen Sichtweisen, die auch ein wenig auf ihrer Reife ruhen, Raum gegeben. Deutlich wird dies an den Arbeiten, in denen eine gehörige Portion Humor einfließt.

„Wenn der Druck weg ist, kann man spielen“, bemerkte dazu auch Dieter Laue, selbst Künstler und im Vorstand des Kunstvereins aktiv.

Doch auch wenn die beiden Fotografen mit dem Medium Fotografie spielen und dabei etliche seiner unzähligen Möglichkeiten ausnutzen, so ist es doch hochkarätige Kunst, die sie zeigen auf der Basis von solidem handwerklichem und technischem Können.

„Das hier sind Bilder, die ich sehe und so, wie ich sie sehe“, erklärt Hans Peter Bochem, der nichts an seinen Bildern arrangiert. Der rote Farbstift, der in einem Stillleben aus Werkzeugen einer Steinmetzwerkstatt ins Auge springt, lag wirklich dort und in seiner Serie „Rückseite der Stadt“ zeigt er deren anderes Gesicht mit seiner eigenen Ästhetik und Lebendigkeit.

Mit Zange und Lötkolben

Doch nicht nur mit der Kamera sondern auch mit Kombizange, Lötkolben und Säge kann Hans Peter Bochem umgehen, wie an seinen skurrilen und witzigen Leuchtobjekten deutlich wird. Sie entstehen aus all den Dingen, die ihm in die Hände fallen von Papier über Glas, Plexiglas, Stoff bis hin zu Metall.

Auch Martin Marquardt spielt mit seinen Fähigkeiten, und das am liebsten am PC. Mit den Werkzeugen, die ihm im Bildbearbeitungsprogramm zur Verfügung stehen, experimentiert er so lange, bis seine Fotografien ein völlig neues Bild ergeben. Da sind drei Löcher in einer Wand, die er so verfremdet, dass sie als grafische Arbeiten erscheinen.

Seine Stadtansichten muten ebenfalls so an. Doch am augenfälligsten waren seine Selbstporträts, in denen die Besucher einen ganz anderen Martin Marquardt entdeckten.

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