Nach 48 Jahren den Standort Stetternich aufgegeben

Von: hfs.
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Das 16 000 Quadratmeter große
Das 16 000 Quadratmeter große Areal von Thermo-Plastik in Stetternich steht nun leer. Die Produktion wurde komplett vom Jülicher Stadtteil nach Lingen verlagert. Foto: hfs.

Stetternich. Das 50-jährige Betriebsjubiläum wurde nicht mehr gefeiert auf dem Gelände der Thermo-Plastik in Stetternich. Gegründet im Jahre 1953 vom Jülicher Dr. Barthel Rumbach zur Herstellung so genannter thermoplastischer Kunststoffe, ging das Unternehmen im Jahre 1996 in den Besitz der Hagedorn-Gruppe aus Osnabrück über.

Die verlagerte bereits Ende vergangenen Jahres die gesamte Produktion in ihr Zweigwerk nach Lingen an der Ems und versucht nun, das Betriebsgelände in Stetternich zu verkaufen.

„Von der Produktionsverlagerung waren insgesamt 26 Mitarbeiter betroffen. Aber wir haben einen Sozialplan erstellt, in der Zwischenzeit haben alle in anderen Betrieben eine neue Beschäftigung befunden”, erklärte Dr. Herbert Nagorski auf Anfrage unserer Zeitung.

Insgesamt acht Beschäftigte nahmen das Angebot der Firmenleitung an, nach Lingen zu wechseln. Der gesamte Vertrieb für die beiden Standorte wurde bis zuletzt von Stetternich aus bewerkstelligt. „Jetzt haben wir alles an eine Produktionsfläche gebunden, was natürlich viel weniger Kosten verursacht”, sagt der Geschäftsführer, der diese Lösung als die wirtschaftlichste bezeichnete.

Ob sich für das rund 16.000 Quadratmeter große Areal nun ein neuer Eigentümer findet, ist ungewiss. Zu Glanzzeiten beschäftigte die ehemalige Rumbach GmbH 110 Mitarbeiter, deren Zahl in Zeiten der Ölkrise im Jahre 1972 auf rund 30 Beschäftigte sank. Der nächste Einschnitt erfolgte 1996, als die Hagedorn-Gruppe den Betrieb übernahm. Auf drei Extrusionsanlagen wurden in Stetternich bis zu 5000 Tonnen thermoplastische Folien - durch Wärme verformbare Folien - hergestellt, die dann von Herstellern von Verpackungen, Verkaufsdisplays, Möbeln oder Koffern weiterverarbeitet wurden.

Stolz war die Hagedorn-Firmenleitung aber besonders auf den Auftrag, das abnehmbare Dach des Smart-Cabrio mit einer genarbten Folie überziehen zu dürfen. Auch wenn die Firmenleitung 2007 die Aussage tätigte, „den Standort Stetternich zu schützen und zu erhalten”, kam nun das Aus, das - so Geschäftsführer Nagorski - „auch wirtschaftliche Gründe hatte.”
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