Muss Dürener Kreisbahn unrentable Linien stilllegen?

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Düren. Rekordpreise an der Zapfsäule: Wer heute sein Auto voll tankt, muss ganz tief in die Tasche greifen.

Besonders dicke kommt es für da für Unternehmen, die viele Fahrzeuge betreiben müssen. So etwa die Dürener Kreisbahn. „Wir rechnen mit einer Erhöhung der Ausgaben für den Kraftstoff in diesem Jahr von bis zu 15 Prozent”, sagt DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke.

Die DKB schickt täglich 90 Fahrzeuge auf die Straße. Ihr Diesel-Bedarf liegt bei rund 900.000 Litern im Jahr. Bei diesem hohen Verbrauch unterhält die Kreisbahn eine eigene Tankstelle. Doch die Rabatte wegen großer Abnahme hielten sich in Grenzen, so Böhnke.

Schon im vergangenen Jahr musste die DKB acht Prozent mehr für den Sprit ausgeben. Dass es nicht, wie zunächst befürchtet, 13 Prozent wurden, sei darauf zurück zu führen, dass man sparsamere Fahrzeuge angeschafft und das Fahrpersonal besonders geschult habe, damit es spritsparend durch das Kreisgebiet fährt.

Kein weiteres Sparpotenzial

„Doch jetzt sind wir an der Grenze des Machbaren angelangt”, betont Böhnke. Will heißen: Noch mehr zu sparen, ist nicht drin. „Da hilft auch kein Fahrtraining mehr.” Es lasse sich wohl nicht vermeiden, einen Teil der gestiegenen Kosten an die Passagiere weiter zu geben. So werde derzeit das gesamte Liniennetz auf den Prüfstand gestellt. Touren zu Zeiten, in denen vielleicht nur noch ein einsamer Fahrgast im Bus sitzt, müsse man notfalls streichen.

„Das gute Karnevalsgeschäft wird uns durch diese Rekordpreise an der Tankstelle verhagelt”, bedauert René Wenzel, Disponent des Taxi-Unternehmens Dora.

14 Taxen unterhält der Betrieb. „Unsere Spritkosten belaufen sich schon jetzt auf 10.000 Euro im Monat. Wenn der Dieselpreis weiter so in die Höhe klettere, komme man mit diesem Betrag längst nicht mehr hin.

Wenzel betont: „Wir können die gestiegenen Kosten auch nicht einfach an unsere Fahrgäste weiter geben.”

Der Grund: Die Tarife für die Taxibeförderung werden von der Stadt festgesetzt. „Wenn wir die Preise anheben wollten, müsste der Stadtrat vorher zustimmen”, so Wenzel. „Wir haben aber die leise Hoffnung, dass sich diesbezüglich etwas tut. Schließlich müssen wir schon seit zwei Jahren mit steigenden Unkosten klarkommen.”
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