Jülich - Musikschule begeistert mit Vivaldi-Konzert

Musikschule begeistert mit Vivaldi-Konzert

Von: ptj
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Nach jedem größeren Werk spielten Gitarren- oder auch Flötenformationen Advents- und Weihnachtslieder beim Familienkonzert der Musikschule Jülich in der Christuskirche. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit Vivaldis „Konzert für zwei Violinen und Orchester“ startete die Musikschule der Stadt Jülich nach monatelangen Proben ihr traditionelles Familienweihnachtskonzert in der gut gefüllten Christuskirche. Ein „lustiger Zufall“ war die Tatsache, dass gleich zwei Instrumentalklassen eben dieses Stück für ihren Vortrag ausgewählt hatten.

So war das Werk aus der Feder des venezianischen Priesters, Komponisten und Geigenvirtuosen Antonio Vivaldi im Konzertverlauf zweimal zu hören: Violinen, Viola und Cello spielten es unter Leitung von Susanne Trinkaus in a-moll, Blockflöten interpretierten es unter dem Dirigat von Almuth Müller in g-moll. Letztere gaben dem Werk allerdings durch die andere Instrumentierung einen völlig neuen Klang.

Gelungene Abrundung

Nach jedem größeren Werk spielte eine Flöten- oder Gitarrenformation zur gelungenen Abrundung des Repertoires Advents- und Weihnachtslieder. Sechs Stücke brachte die Flötenformation unter Leitung von Marita Denhoff zu Gehör, von „Morgenstern der finstern Nacht“ bis hin zu „Jingle Bells“. Drei Lieder standen nach einer wetterbedingt wiederholten Stimmaktion der Instrumente auf dem musikalischen Programm der Gitarrengruppe, geleitet von Manuela Riedel. Hierbei handelte es sich um eine gelungene Instrumental-Kombination gezupfter Akkordbegleitung der ebenfalls gezupften Melodie.

Zweites größeres Werk war die Serenade op. 127 in G-Dur „maestoso“ (majestätisch) aus der Feder des italienischen Gitarrenkünstlers Mauro Guiliani. Bei dem einzigen Duo-Vortrag des Abends musizierten Schülerin Johanna Hoecker Querflöte und Dozent Jochen Seier Gitarre. Vier Blockflöten, darunter ein Knickbass, spielten im Anschluss unter Leitung von Almuth Müller die wunderschön leichte „Allemande-Tripla“ des deutschen Dichters und Komponisten Johann Hermann Schein. Er war der erste Komponist im frühen Barock, der die neuen italienischen Stilelemente in seine Stücke einarbeitete.

Drei Passagen mit Filmmelodien, von Querflöten und Pianisten interpretiert, folgten auf das zweite Vivaldi-Konzert: „I don‘t know how to love him“ aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber, „Can you feel the love tonight“ aus „Lion King“ von Elton John und das romantische „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ von Del Roma und J.W. Stole alias Franck Pourcel. Die Leitung hatte Gerda Schwarz inne.

Gemeinsames Schlusslied

Mit „Tochter Zion“ wurde zum Abschluss mit dem Publikum ein gemeinsames Schlusslied angestimmt. Nach jedem Vortrag erhielten die Instrumentalklassen, die in diesem Konzert in der Jülicher Christuskirche einen Querschnitt ihres Können zu Gehör brachten, lang anhaltenden und wohlverdienten Applaus.

Die freiwilligen Spenden der Konzertbesucher fließen in die Jugendarbeit der gastgebenden evangelischen Gemeinde ein und dienen einem guten Zweck.

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