Selgersdorf - Musikalisches Gotteslob neu interpretiert

Musikalisches Gotteslob neu interpretiert

Von: ptj
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Aus vollem Herzen sang der neue Projektchor zum Lobe Gottes und für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit und riss damit die Zuhörer in der Selgersdorfer Kirche St. Stephanus mit. Foto: Jagodzinska
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Aus vollem Herzen singt der neue Projektchor zum Lobe Gottes und für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit und reißt die Zuhörer mit. Foto: Jagodzinska

Selgersdorf. Donnernder Applaus und Zugaberufe hallten durch die Kirche St. Stephanus in Selgersdorf. Solchermaßen begeistert zeigten sich die Zuhörer im gut gefüllten Gotteshaus vom wohlklingenden Konzert des neu gegründeten Projektchores.

Dieser hat sich unter dem Tenor „Cantate Domino“ aus den befreundeten Kirchenchören St. Stephanus Selgersdorf und St. Antonius Düren, dem Stetternicher Ensemble „Korios“ und Sänger/innen aus dem ganzen Umland zusammengeschlossen. Geleitet wird er von Hubert Ilbertz, der auch durchs Programm führte, das ebenfalls unter dem Leitsatz „Cantate Domino – Singet dem Herrn“ stand.

Das kleine Begleitorchester setzte sich aus Pianist Christian Werres, Percussionist Norbert Staß und E-Bassist Hennes Schumacher zusammen. Das Ensemble startete mit dem „Cantate Domino“ von Jay Althouse, einem gelungenen Mix aus traditionellem Chorwerk in Latein mit einem zeitgenössischen Text in englischer Sprache. Der melodische Mittelteil wird von einem stark rhythmischen Part umschlossen.

„Alles andere als einfach“

Gleichermaßen voluminös erklang das „Halleluja, lobet Gott in seinem Heiligtum“ nach Gospel-Art von Hans Nyberg. „Leicht schwebend“ klingen die Lieder von John Rutter, „sind aber alles andere als einfach“, wie Ilbertz betonte. Aus der Feder des populären Komponisten brachte der Projektchor die vielschichtigen Stücke mit einer Prise Jazz „Schau auf diese Welt“ und „Alle Dinge dieser Welt“ zu Gehör.

Mit der wunderschönen „Hymne der Freiheit“ aus der Feder des 2007 verstorbenen Jazzmusikers Oscar Peterson begann der zweite Themenschwerpunkt des Konzerts, in dem es um Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ging. Die Hymne ins Deutsche übertragen hatte Hubert Ilbertz. Mit Überzeugung trugen die Interpreten im Anschluss das von tiefer Melancholie geprägte neue geistliche Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“ vor, das Peter Strauch nach Psalm 31,16 gedichtet hat.

„Die Rose“ war die deutsche Fassung des von Bette Midler interpretierten Songs „The Rose“, den Amanda McBroom 1979 für den gleichnamigen Film geschrieben hat. Der gelungene Satz stammte ebenfalls von Ilbertz. In kölscher Sprache wurden die beiden letzten gefühlvollen Stücke von den Bläck Fööss gesungen, Bearbeitung/Satz von Hubert Ilbertz: „In unserem Veedel“ wurde durch einige klare Sopranpassagen aufgewertet.

„Unser Stammbaum“ war eine Stellungnahme gegen Fremdenhass auf kölsche Art: „Su simmer all he hingekumme, mir sprechen hück all dieselve Sproch...“ Auf den drängenden Applaus des Publikums folgte als Zugabe das aus „Sister Act“ bekannte „I will follow him“ mit tollem Sopransolo und Klatschrhythmus der Zuhörer. Damit auch weiterhin das musikalische Lob Gottes so wunderschön zu Gehör gebracht werden kann, sucht der Projektchor Verstärkung in allen Stimmlagen.

Zu einer unverbindlichen Chorprobe lädt Ilbertz nach der Sommerpause, am 21. August um 20 Uhr, Interessierte ins Stephanus-Haus ein.

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