Jülich - Musikalisches Feinschmeckermenü der Jungen Philharmonie

Musikalisches Feinschmeckermenü der Jungen Philharmonie

Von: rb
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Erhielt donnernden Applaus: Die Junge Philharmonie Köln gastierte in der Zitadelle. Foto: Blanche

Jülich. Die Junge Philharmonie Köln hat in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Jülich gastiert. So auch am vergangenen Samstag in der Schlosskapelle der Zitadelle, in der kein einziger Stuhl leer blieb, als das Orchester ein Konzert mit dem Namen „Winterzauber“ gab.

Bereits im Jahr 1972 begann die Geschichte des Ensembles, das damals von Erich Kluge, einem hoch angesehenen Solo-Kontrabassisten ins Leben gerufen wurde. Kluge hatte die Vision, mit einem jungen Ensemble aus hoch talentierten jungen Musikern, die ausgetretenen akademischen Pfade zu verlassen und das Musizieren als Abenteuer zu erleben.

Der heutige Chefdirigent Volker Hartung, der damals als 14-Jähriger dem Ensemble beitrat, erinnert sich noch sehr lebhaft an die abenteuerlichen ersten Jahre. Einmal spielte man im Frack unter freiem Himmel auf einer der Promenaden an der Côte d’Azur, als sich ein älterer Herr, der gerade mit seinem Hund spazieren ging, als Cary Grant zu erkennen gab und die jungen Musiker prompt für die Filmfestspiele in Cannes anheuerte. Später wurde das Orchester von Alfred Biolek als „Hausensemble“ für seine TV-Sendung „Bio’s Bahnhof“ engagiert.

Das begeisterte Jülicher Publikum konnte sich davon überzeugen, dass man auch heute, mehr als vier Jahrzehnte nach Gründung des Ensembles, nichts von der ursprünglichen Abenteuerlust verloren hat. Heute wie damals zeichnet sich die Darbietung der jungen Philharmoniker nicht nur durch ihre hohe Qualität, sondern auch durch ihre enorme, mitreißende Spielfreude aus. Denn erklärtes Ziel ist es auch, junge Menschen, zu deren Hörgewohnheiten eher moderne Musikrichtungen zählen, auch für klassische Musik zu gewinnen.

So waren zum Konzert in Jülich Musikfreunde aller Altersklassen gekommen. Ihnen wurde ein musikalisches Feinschmeckermenü mit Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach und Niccolo Paganini serviert – alles fein abgestimmt nach winterlichen und vorweihnachtlichen Motiven.

Mit donnerndem Applaus verabschiedete sich das begeisterte Publikum, sicherlich in voller Vorfreude auf die nächste Begegnung mit der Jungen Philharmonie Köln.

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