Mord in Welldorf: Lebenslange Haft gefordert

Von: wos
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Aachen. „Es war eine gezielte Hinrichtung, das muss ich in aller Deutlichkeit sagen!” Der Satz stand hart im Raum, als Staatsanwalt Peter Jansen am Donnerstag vor dem Aachener Schwurgericht plädierte.

Denn der wegen heimtückischen Mordes an seiner jungen Ehefrau angeklagte Heinz G. (52) aus Jülich-Welldorf hatte mit seinem Verteidiger Albrecht Fuchs (Jülich) alles darangesetzt, die Tat vom 15. Oktober 2010 als eine Mischung aus Unglück und Affektsturm darzustellen. Für den Staatsanwalt war es das aber nicht.

Schüsse aus reiner Eifersucht

Er sprach von einem klassischen „Heimtückemord” und forderte für den gut situierten Betriebswirt eine lebenslange Haftstrafe. Zwar tue die Tat dem Täter im nachhinein sicherlich leid, im Moment der Schüsse aber habe er aus reiner Eifersucht den Tod der 39-jährigen Mutter gewollt.

Das Gericht hatte vor den Plädoyers den Hinweis gegeben, dass auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Frage komme. Darauf setzt Verteidiger Fuchs, er beantragte eine zeitlich begrenzte Haftstrafe. Das Urteil fällt am 12. Mai um 10 Uhr.
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