Jülich - „Moonwalk”: Abiturientinnen begeistern mit eigenem Stück

„Moonwalk”: Abiturientinnen begeistern mit eigenem Stück

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Jülich. Leonie Sowa und Maria Mock, Abiturientinnen des Mädchengymnasiums in Jülich, zeigten im voll besetzten PZ des MGJ ihr selbst geschriebenes und inszeniertes Stück „Moonwalk” und begeisterten damit die Schülerinnen und Lehrer gleichermaßen.

Die beiden Autorinnen präsentierten eine Welt, in der das Individuum nichts zählt, die Menschen nur noch funktionieren sollen und zu namenlosen Leistungsapparaten und konsumwütigen Verbrauchern erzogen und lediglich durch Nummern betitelt werden.

Kunst, Poesie, Schauspiel, Bilder, Tanz oder Musik haben in diesem System keinen Platz. Fünf Schüler entdecken in dieser Welt genau jene Dinge, die nach Wunsch des Systems unentdeckt bleiben sollten. Die Schülerinnen 1890 (Dominique Bataille), 1432 (Leonie Sowa), 2001 (Kerstin Engels), 1933 (Maria Mock) und 1842 (Philipp Andrzejewski) werden von Musik, Poesie und Kunst gefesselt, obwohl sie wissen, dass sie sich mit etwas strengstens Verbotenem beschäftigen. Den Schülern stellt sich die Sinnfrage des Systems, die Sinnfrage eines mathematisch ausgerichteten Unterrichts mit der strengen Lehrerin 23 (Tanja Bertram).

Sie finden Aufzeichnungen über das vergangene System - ein System, in dem Menschen sich mit Künsten auseinandersetzen konnten und Werte wie Freundschaft und Familie zählten.

Die Vergangenheit wird für sie zum Zukunftswunsch, und sie fassen den Entschluss, den Menschen in ihrer Gesellschaft zu zeigen, dass es mehr im Leben gibt als Konsumenten und Produzenten.

Unterstützung erhalten sie aus dem Regime: Ein Offizier (Akram Idrissi) hilft den Schülerinnen, in die Zentrale des Systems zu gelangen, von der aus die Schüler den Menschen durch Musik zeigen wollen, dass sich ihre Strukturen verändern müssen. Dieser Versuch endet tödlich für Schülerin 1432, sie wird vom Führer (Wolfgang Schulz) erschossen.

„Wir hofften, mit unserem Stück einen Spiegel zu formen, in den die Menschen ihre eigene Angst vor dem wachsenden Leistungswahn der Gesellschaft, aber auch ihre Sehnsucht nach aufrichtiger Freundschaft und den Wunsch sich selbst auszudrücken, wiedererkennen werden”, betonten Maria Mock und Leonie Sowa.

Ihr Stück konnte sowohl inhaltlich als auch in Inszenierung und Darstellungsleistung voll überzeugen. Zudem führt das Stück schonungslos vor Augen, dass es Dinge im Leben der Menschen gibt, die es zu bewahren gilt.
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