Radarfallen Blitzen Freisteller

Moderner Maler „überdenkt“ Schirmer

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
6446306.jpg
Vernissage in der Schlosskapelle: Chris Billington und Museumsleiter Marcell Perce vor Bildern des Dialogprojektes. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Leuchtende Farben und geometrische Formen überraschen den Besucher der Ausstellung „Colour and Reduction – 15 landscapes to J.W. Schirmer“ in der Jülicher Schlosskapelle. Zur Eröffnung lud das Museum Zitadelle in Kooperation mit dem Internationalen Club Jülich ein. Anlass ist das Gedenkjahr zum 150. Todestag Johann Wilhelm Schirmers.

15 Dialog-Gemälde, gearbeitet von dem britischen Künstler Chris Billington, beeindrucken mit großer Farbintensität an den Wänden des historischen Sakralgebäudes. Der Künstler, er lebt und arbeitet in Cornwall, beschäftigt sich seit Jahren mit Landschaftsmalerei.

Während Recherchen zur Düsseldorfer Malerschule entdeckte er 2008 die Gemälde Johann Wolfgang Schirmers. „In Anbetracht der Tatsache, dass auch alle Dinge in der Natur sich ständig verändern, schien es hier eine naheliegende Vorstellung zu sein, einige dieser herrlichen Gemälde mit den Augen eines modernen britischen Malers neu zu überdenken“, erklärt Billington seine Motivation, in Dialog mit den Schirmer-Gemälden zu treten.

In der Schlosskapelle sind 15 Arbeiten zu sehen, deren Vorlagen der Jülicher Schirmersammlung von 1829 bis 1863 entstammen. Er interpretierte die Bilder neu und reflektierte mit den Mitteln der modernen Malerei. Während Schirmer als Werkmittel vorrangig Öl und Leinwand nutzte, arbeitet Billington mit Acryl auf Leinwand.

In der Zitadelle sind ausschließlich Billingtons Werke zu sehen. Die Gegenüberstellung erfolgt in dem zur Ausstellung herausgegebenen Katalogheft. Der Künstler ergänzte die Dialog-Gemälde mit Texten und bietet sie als Anregung in der Auseinandersetzung mit den Ausgangsgemälden an. Auch die Titel seiner Bilder sieht er als Teil der künstlerischen Intention.

Besonders fasziniert ist er von den „lights“ in den Landschaftsmalereien Schirmers. „Selbst die dunklen Gemälde setzen besondere Lichtakzente“, so Billington. Klare Linien und Formen zeichnen die Gemälde aus, dabei reduziert er die Landschaften Schirmers auf die Linien des kompositorischen Bildaufbaus. „Wir wollen heute zusammen feiern, dass Chris Billington uns das Geschenk dieser Ausstellung macht“, sagte Museumsleiter Marcell Perse.

Der Kontakt mit dem Künstler besteht seit 2010. Perse vermittelte die ersten „Schirmer“-Gemälde Billingtons im Rahmen des Projektes „Johann Wilhelm Schirmer-Vom Rheinland in die Welt“. Fünf Bilder sind heute im Besitz des Jülicher Museums. In der aktuellen Ausstellung zeigt das Museum Zitadelle neben den Gemälden einen Kurzfilm über die künstlerische Arbeit Billingtons. Zur Eröffnung sorgten Cornelia und Raimund Tölle für die musikalische Begleitung.

Die Ausstellung ist bis zum 10.November 2013 in der Schlosskapelle zu sehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert