Modern Jazz in der Musikschule Jülich

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Hochkarätiger Modern Jazz in der Musikschule Jülich mit dem Trio Stefan Michalke, David Andres und Christine Corvisier. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Die Aula ist gut besucht. Angesagt ist der jährliche Jazz-Abend in der städtischen Musikschule Jülich. Drei Musiker kommen auf die Bühne, setzen sich an ihre Instrumente. Der Pianist beginnt. Ruhige, sanfte Klänge ertönen. Bass und Saxofon setzen ein und der Song nimmt an Fahrt auf.

„JJ“ lautet der Titel, eine Eigenkomposition, sagt Stefan Michalke. Er ist der Pianist des Trios „CMB“. Der Name setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben von Christine Corvisier (Saxofon), Stefan Michalke (Piano) und Stefan Berger (Bass). Letzterer fiel jedoch aus, er wurde vertreten durch David Andres. „Wir spielen ständig in wechselnden Besetzungen“, erklärt Christine Corvisier. „Wir sind immer froh, wenn David dabei ist.“

Das Trio spielt einfühlsamen und harmonisch abgestimmten Modern-Jazz mit Einflüssen aus vielen anderen Musikstilen wie World, Pop oder Tango. Modern- Jazz entstand zwischen 1940 und 1960, er folgte dem Swing und ging dem Free-Jazz voraus.

Stefan Michalke , der Pianist, ist langjähriger Dozent an der Musikschule. „Wir freuen uns, wenn die Kollegen ihre Projekte im Rahmen der Konzerte vorstellen“, so Wolfgang Riedel, stellvertretender pädagogischer Leiter der Musikschule. Michalke ist freier Musiker, spielt in unterschiedlichen Bandprojekten und lebt in Aachen. Als Jazzpianist war er in Osteuropa, Asien, Brasilien und der USA unterwegs.

In der Aula erklingt der Song „Little Spring“, der mit dynamischer Rhythmik beginnt. Es ist ebenfalls eine Komposition von Michalke. Spontaner und begeisterter Applaus ertönt. Darauf folgt ein Titel von Corvisier: „Madame Dany, ein Stück, dass ich für meine Oma geschrieben habe“. Christine Corvisier stammt aus Südfrankreich, hat in Nizza und Amsterdam studiert. Sie gewann in Frankreich einen Talentwettbewerb und erhielt als Preis zwei Monate Saxofonunterricht in New York. Heute lebt sie in Köln wie auch David Andres, der Bassist.

Er kommt aus dem Saarland und studierte in Köln. Der letzte Song vor der Pause heißt „Westwind“. „Aachen ist der westlichste Zipfel Deutschlands“, erklärt Michalke die Namensfindung des Titels, „außerdem hat der Song was Frisches und Windiges“. Die drei Musiker sind konzentriert, spielen gefühlvoll und gleichzeitig dynamisch sowie perfekt abgestimmt.

Auch nach der Pause begeistert das Trio. Neben weiteren Kompositionen von Michalke stellt auch Corvisier noch ein eigenes Stück vor. Es trägt den Titel „Now“ und wurde in nur 15 Minuten geschrieben. Mit dem Song „Don´t lose the Blues“ verabschiedet sich die Band. Die Köpfe der Zuschauer nicken im Takt. Begeisterter Applaus und eine Zugabe folgen.

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