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Mitmachlesung mit einem der besten deutschen Comiczeichner

Von: ptj
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Mit Hilfe der Kinder entsteht in der Jülicher Stadtbücherei auf dem Flipchart ein „Geschichten erzählender Roboter“ oder Alien. Zeichner ist „Ulf K.“ alias Keyenburg. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das Thema Kinderbuch lieferte Kindertheaterveranstalter Christoph Klemens aus dem Jülicher Kulturbüro im Rahmen der Reihe Theaterstarter mal „wieder einen Grund, in die Stadtbücherei zu gehen“. Zudem war die Mitmach-Lesung für Kinder ab zwei Jahren beschränkt auf 25 bis 30 Kinder, dazu wäre der Saal des Kuba, der 100 Kinder fasst, viel zu geräumig.

Motto der zweiteiligen Veranstaltung – eine sollte am Nachmittag folgen – war „Ulf K. kommt und bringt Lasse mit“. Erzähler Ulf K., dessen Nachname eigentlich Keyenburg lautet, ist einer der besten deutschen Comiczeichner und gewissermaßen „der Papa von Lasse“. Der putzige Vogelheld Lasse muss nie Pippi, wenn er gefragt wird, aber natürlich genau dann, wenn sein Papa auf der Toilette sitzt. Der Kleine hat „nur ganz selten Angst“, worum es auch geht. Sein Lieblingskrokodil heißt Kurt.

Komplizierter Name

Ulf K., der seinen Namen abkürzt, weil er „so oft falsch geschrieben wurde“, erzählte zunächst einige Lasse-Geschichten, die er mit einem Beamer auf Leinwand projizierte. Beim Ausdenken der Handlungen sind im Vorfeld stets auch seine eigenen Kinder eingebunden. Die kleinen Zuhörer in der Stadtbücherei hatten es sich teils auf Kissen in der ersten Reihe gemütlich gemacht, andere fühlten sich wohler bei Mama auf dem Schoß.

Was macht man zur Musik? „Spaß haben“ wussten die Kinder. Ganz gut erkannten sie gemeinsam mit Lasse in der Handlung die Gegenteile nass und trocken, klein und groß. Als Lasse zum Beispiel die Blumen gießt, sind gleich auch der Tisch und er selbst total nass. Schwieriger wurde es bei glatt und rauh, als Lasse seine Haut aufgekratzt und somit aufgerauht hat. Schließlich setzte sich Lasse in einen Karton, um zum Nordpol zu reisen, „den Eisbären hallo sagen“, er hätte natürlich auch nach Afrika fliegen und wilde Tiere beobachten können. Was kann man mit einem Karton noch alles machen?

Mitmachaktion

Jetzt leitete Ulf K. zur Mitmachaktion über. Er trat an sein Flipchart und zeichnete nach den Ideen der Kinder zunächst Lasse, dann einen Karton.

Dieser entwickelte sich zum Computer- oder Fernsehkasten und wurde schließlich zum „Geschichte erzählenden Roboter“. Auch ein Alien war den Kids bereits bekannt. Normalerweise zeichnet der Kinderbuchautor und -illustrator, der sich „hauptsächlich als Comiczeichner sieht“, seine Figuren mit Bleistift vor, mit Tusche nach und bearbeitet sie nochmals, bis er seinen Stil darin wiedererkennt.

Nettes Detail am Rande: Ulf K. hatte auf dem Weg nach Jülich „eine große Reise hinter sich“: Er war mit dem öffentlichen Nahverkehr aus Düsseldorf angereist mit dem „Problem Wartezeiten“ konfrontiert worden.

So zählten neben der Fahrt mit der Bahn eine mit dem Taxi und eine in Christoph Klemens Pkw mit zur Anreise.

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