Linnich - Mit Reisesegen-Lied in den Ruhestand

Mit Reisesegen-Lied in den Ruhestand

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Rektor Hartmut Stolz ist in der Katholischen Grundschule Linnich verabschiedet worden. Foto: Schule
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Kleine Wichte in der Turnhalle der KGS Linnich.

Linnich. „Probier´s mal mit Gemütlichkeit!”. Das rieten die Kinder der Katholischen Grundschule (KGS) Linnich singend Rektor Hartmut Stolz, der in den in den Ruhestand geht. Zu Beginn der Feierstunde hatte Konrektorin Susanne Kösters die Kinder und die Gäste, darunter VertreterInnen der Stadt Linnich und der Kirchengemeinde, die LeiterInnen der anderen Linnicher Schulen, viele ehemalige Lehrerinnen und das Kollegium begrüßt.

Sie hob den tatkräftigen und besonnenen Einsatz des Rektors hervor. Zudem ging sie auf sein besonderes Anliegen im Unterricht ein, in den Kindern die Freude an der Mathematik zu wecken. Ein mathematischer Teilbereich, die Stochastik, zielt darauf ab zu ermitteln, ob ein Ereignis möglich, unmöglich, sicher, wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist. Zu diesen Varianten brachte sie Beispiele aus dem Berufsleben des Schulleiters und charakterisierte ihn und seine Arbeitsweise damit auf humorvolle Weise.

Alltag eines Pensionärs

Anschließend führten Kinder der Klassen drei und fünf in einem Theaterstück dem Rektor einen Tag in seiner Zukunft als Pensionär vor: Er erwartet am Morgen einen angenehmen Tag ohne Arbeit und Pflicht, aber seine Familie, die neue Rektorin der Grundschule, Vertreter der Stadt und des Schulamtes fordern wegen seiner Kompetenzen ständig seinen Rat so dass er nicht zur Ruhe kommt.

Alle Anwesenden drückten im Anschluss dem scheidenden Schulleiter ihre Wünsche für sein weiteres Wohlergehen in einem irischen Reisesegen-Lied aus.

In Grußworten übermittelten der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Andreas Venrath jun., der Vertreter der Stadt Linnich, Andreas Venrath sen., die Leiterin der benachbarten Gemeinschaftsgrundschule, Diana Prömpers, und die Gemeindereferentin Marion Lahey dem Rektor ihre Wertschätzung und ihren Dank.

Im weiteren Verlauf der Feier gab Stolz einen Überblick über sein Berufsleben. Zunächst hatte er den Plan gehabt, Arzt zu werden, war aber dann doch dem Rat seines Vaters gefolgt: „Als Lehrer darfst Du Dich auch schon mal hinsetzen.” Dann dankte Stolz seiner Familie sowie den Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung während seiner Lehrtätigkeit.

Am anschließenden gemeinsamen Essen nahmen auch der Linnicher Bürgermeister Wolfgang Witkopp und Schulamtsdirektorin Anna Helene Lürken vom Kreis Düren teil. Witkopp machte in seiner launigen Rede Ehefrau Veronika Stolz darauf aufmerksam, dass sie einen Mann habe, der an Ferien gewöhnt sei und deshalb im Ruhestand beim „Kannst Du mal gerade...!” auch Pausen brauche.

Bewegt von diesen zahlreichen Ehrungen dankte Hartmut Stolz allen, die ihm diese vielfältigen Aufmerksamkeiten zugedacht hatten, und wünschte seiner Nachfolgerin im Amt, Susanne Kösters, alles Gute für die weitere Arbeit.

Magische Welt

Bei der Verabschiedung der Viertklässler ging es in der KGS „zauberhaft” zu. Kinder und Eltern, die das bunte Programm vor der Bühne in der Turnhalle verfolgten, wurden durch Zaubervorführungen, kleine Theaterstücke und Tänze in eine magische Welt geführt. Eröffnet wurde die Feier durch den Noch-Schulleiter Stolz, der den Viertklässlern zunächst erholsame Ferien und danach viel Erfolg in der neuen Schule wünschte. Dann begannen die Erstklässler mit dem Vortrag „schrecklicher” Zaubersprüche, währenddessen sie in einem Fass mit einem „fiesen Zaubergebräu” rührten. In das verwunschene Reich der Zwerge führten die Zweitklässler die Zuschauer mit ihrem Lied über die Eigenheiten der kleinen Wichte und tanzten dabei um „Schneewittchen” herum. Doch dann war es mit der lustigen Stimmung vorbei, als „Zauberer Zeckenbiest” und sein „nichtsnutziger Gehilfe” androhten, die Weltherrschaft zu übernehmen, und mit ihrem ätzenden Zaubertrank alle Blumen, Tiere und Kinder vernichten zu wollen.

Zum Glück fiel es in diesem Theaterstück der 3. Klassen der gewitzten Maus X-Ypsilon ein, selbst Gehilfe des Zauberers zu werden und ihm dann mit seinem eigenen Gebräu die Zauberkraft zu zerstören. Er durfte am folgenden Freudentanz der geretteten Blumen, Tiere und Kinder teilnehmen und zeigen, dass er „ab jetzt nur noch vernünftige Dinge tut”. Anschließend führte die 4c vor, wie sie aus klebriger, süßer Masse in einem Hut fertig eingepackte Bonbons zaubern kkann, die sie in das erfreute Publikum warf.

Trotz Verbot des „Zauberers” versuchten sich die „Zaubergehilfen” an dem gleichen Zaubertrick und zauberten wider Erwarten ebenfalls eingepackte Bonbons.

Flotter Rap-Tanz

Nach einem flotten Rap-Tanz zeigte die 4a, wie das „Sams” die Schule besucht. Schon äußerlich entsprach das Sams mit Neoprenanzug, Flossen und roter Perücke nicht den Vorstellungen des Lehrers. Hinzu kam, dass das Sams den Lehrer ständig wörtlich und damit falsch Kleiverstand, was die Mitschüler natürlich erfreute.

Zur Can-Can-Musik zeigten anschließend die Kinder der 4b einen wilden Tanz in der Verkleidung als Zauberer, der sie sich danach gemäß den gereimten Zaubersprüchen der Oberhexe entledigten und ihre Hakennasen den Zuschauern zuwarfen. Sie brachten dann in einem temperamentvollen Tanz zu der Musik „Gangnam-Style” die Stimmung im Publikum auf den Höhepunkt. Mit dem Lied „Wir haben´s geschafft, hurra!” verabschiedeten sich die Viertklässler von den Kindern, Eltern und Lehrerinnen.

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