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Mister Morris stellt seine CD vor

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Jülich. Eine CD-Releaseshow „Mister Morris“ steigt am Samstag um 19 Uhr, im Kulturbahnhof Jülich. Mister Morris hat in seinen nunmehr elf aktiven Jahren in der Jülicher Musikszene als Rapper und Produzent viele Menschen mit seiner Musik erreicht und geprägt.

 Trotz der sich ständig verändernden Bandlandschaft in Jülich und dem Umland, ist er bei jeder seiner Veröffentlichungen seinen Idealen treu geblieben, nämlich Hip Hop in seiner Ursprünglichkeit mit allen dazugehörigen Facetten zu repräsentieren.

Seine Instrumentals sind geprägt von klassischen und eingängigen Schlagzeugtönen, die zum rhythmischen Mitnicken einladen. Bei der Musik bedient er sich häufig alter Jazz- und Soulschallplatten. „Meine Intention ist es, durch einzelne Elemente aus alten Musikstücken meiner Musik mehr Wärme, Nähe und Authentizität zu verleihen“, erklärt Mister Morris.

HipHop war immer ein Sprachrohr für Unzufriedenheit. Mister Morris nutzt dies, um nicht nur alltägliche Probleme, sondern viel mehr Sozialstrukturen und (internationale) Konflikte umreißen zu können und diese zu bewerten. Entgegen des Klischees, HipHop sei unkultiviert und jugendgefährdend, bedient sich der 28-Jährige mit Leidenschaft komplexen Satzstrukturen und durchdachten Reimketten. Jugendlicher Slang findet bei ihm eher selten Verwendung.

Es ist ihm ein Anliegen, die Zuhörer mit seiner Musik dazu einladen, sich mit HipHop als Kultur und mit seinen Ansichten zu komplexen Themen zu beschäftigen. Die Zuhörer sollen von der Musik – textlich wie musikalisch – gefordert werden. Ziel ist es, eine aktive Zuhörerschaft für sich zu gewinnen und wirbt so für mehr zwischenmenschlichen Respekt und die Abschaffung von Schubladendenken. „Es sind die Werte einer Kultur, die zählen – nicht die Pro-tagonisten.“

Nun ist es soweit: Mit seiner neuen Veröffentlichung betritt er einen Bereich voller Widersprüche. Das Album „Massentierunterhaltung“ spricht das allzu präsente Thema der Abhängigkeit von mobilen Geräten, virtueller Lebensführung und mangelndem Niveaugehalt der „Massenunterhaltungsmedien“ an. Er zeigt in seinen Texten den Versuch, für sich einen Ausweg, ja fast schon eine Flucht, aus dem Teufelskreis der Voraussetzung einer omnipräsenten Erreichbarkeit zu finden. Dabei werden allgemeine Unterhaltungsmedien und die gesellschaftliche Doppelmoral sowie die fast schon respektlose Ausbeutung menschlicher Würde zur Belustigung Dritter scharf kritisiert.

Unterstützung fand Mister Morris bei der Produktion seiner neuen CD unter anderem von lokalen Rappern wie Agi Dassler, Buddeck und Tobi Miesepeters (Schlagsaite), sowie überregionalen Musikern wie NOS (Wuppertal) und Der B (Essen).

Am Samstag wird Mister Morris das Album erstmals live der Öffentlichkeit im Rahmen einer Releaseshow präsentieren. Er hat durch seine weitläufigen Kontakte ein ausführliches Rahmenprogramm geschaffen. Die Party beginnt um 19 Uhr im Jülicher Kulturbahnhof. Der Eintritt beträgt fünf Euro.

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