Güsten - „Men in Black“ krönen ihr Jubiläum

„Men in Black“ krönen ihr Jubiläum

Von: ptj
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Im zehnten Jahr ihres Bestehens gewinnen die Merscher „Wild Boys“ zum zweiten Mal in Folge den Männerballett-Wettbewerb in Güsten und werden kräftig gefeiert. Foto: Jagodzinska

Güsten. Ein beleuchtetes Raumschiff schwebte über den Köpfen der rund 1100 feiernden Gäste, die Wunderkerzen in Händen hielten. Es landete auf der Bühne und gab den Weg für die Merscher „Wild Boys“ frei, die nun als „Men in Black“ ihre Siegesnummer beim 11. Güstener Männerballettturnier auf die Bühnenbretter legten – genau im zehnten Jahr ihres Bestehens.

Akrobatisch, kraftvoll und synchron überzeugten die wilden Jungs, angeführt von Tom Kuckartz, Präsident der KG „Bretzelbäckere“, zunächst im schwarzen Anzug, dann in goldenen Pumphosen zu schwarzem Jackett mit tanzendem Monster. Schließlich machten sie ihrem Namen in hellgrün glänzenden Oberteilen und wilder grün/schwarzer Mähne alle Ehre. Sie rockten und tanzten, bauten Pyramiden und zeigten Sprünge und Würfe, was das Zeug hielt. Schon lange vor der Auswertung war klar, sie würden wieder auf dem Siegertreppchen landen.

Zu ihrem Jubiläum, das das Moderatorenduo Tom Beys und Helga Zimmermann erst nach Bewertung der Juroren bekannt gaben, wurden sie auf der Bühne kräftig gefeiert. Ihnen zu Ehren hatte Beys eigens einen Lobgesang gedichtet, in dem er sich singend für „zehn geile Tänze“ bedankte. Die titelverteidigenden „Wild Boys“ waren zehn Mal in Folge Teilnehmer beim „Männerballett“, so oft wie kein anderes Ballett.

Insgesamt wurden den Fans 14 flotte Turniertänze präsentiert, hinzu kamen zwei nicht minder ansehnliche Performances außerhalb der Wertung. Als Eisbrecher schwang die einzige weibliche Tanzgruppe, die namenlose der KG Maiblömche, Beine und Hüften, gefolgt von den „Fashion Oldies“ der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Welldorf.

Viele Zuschauer hätten gerne die Kerpener „Neffelbachschwälbchen“, die zum ersten Mal in Güsten an den Start gingen, ebenfalls auf einem der vorderen Plätze gesehen. Mit ihrem Beitrag „Beethovens Party“ zeigten sie sich in verschiedenen Kostümen sportlich/temperamentvoll und synchron, hatten einen spektakulären Aufmarsch in einer sargähnlichen Kiste und zeigten quasi als Zugabe ihre Höschen unter dem Schottenrock, der von einem Gebläse hochgewirbelt wurde.

Das Publikum tobte begeistert, so war auch dem Publikumsfaktor sichtlich Genüge getan. Die Schwälbchen landeten auf dem fünften Platz. Die Jury wählte aber die Güstener ISG ‘09 mit ihrer amüsanten und zugleich sportlich/flotten Nummer mit Kostümwechseln und Sportaccessoires zum Thema „Fatburner“ zum zweiten Sieger – wie bereits 2011. Dritte Sieger wurden die Lövenicher „Seitenspringer“ mit ihrem einfallsreichen Beitrag „Italienische Sehnsucht“. Auf Platz vier landeten die Tetzer „Rurhöpper“ mit ihrer abwechslungsreichen Nummer „Von alt nach jung“.

Sehenswertes Spektakel

Insgesamt bot sich den feiernden Zuschauern im voll besetzten Zelt ein sehenswertes Spektakel, aufgeteilt in amüsante Showelemente und beeindruckende akrobatische Einlagen. Bei einigen Darstellungen überwog der Show- und Spaßfaktor, so etwa bei den Rurblümchen zum Thema „Afrika“ mit Safari-Reisenden und tanzenden Eingeborenen um einen bemannten Kochtopf. Als Höhepunkt ließ Rurblümchen-Präsident Frank Kutsch als Mama in roten Tüchern mit großer Ober- und Leibweite die Hüften kreisen.

Auch die „Hanghöhner“ aus Vossenak mit ihrem „Traum vom Bauernhof“ waren in lustigen Tierkostümen und einem vermeintlich schlafenden Boy in einem Kinderbett eher dem Klamauk zugeneigt. Das Broicher Männerballett „90 60 90“ hatte ebenfalls das Thema „Men in Black“ gewählt. Statt des Ufos wurden zwei Fronttänzer in glänzend gemaserten Kostümen Außerirdischer hineingetragen, die sich gemeinsam mit ihrer Tanztruppe sportlich/dynamisch gaben, aber deutlich hinter den „Wild Boys“ zurücklagen.

Das war „megageil“ kommentierten viele Besucher die stimmungsgeladene Veranstaltung, die mit der „After Show Party“ mit DJ Heinz bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

Das Klassement: 1. (Titelverteidigung) Merscher „Wild Boys“, 2. „ISG ‚09“ Güsten, 3. „Seitenspringer“ Lövenich, 4. „Rurhöpper“ Tetz, 5. „Neffelbachschwälbchen“ Kerpen.

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