Mehrheit stimmt für Multifunktionsbau

Von: Volker Uerlings
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Jülich. Nur Beigeordneter Martin Schulz nannte Ross und Reiter: Bei einem „interessanten Gespräch” mit den Vereinen über die am Schulzentrum Linnicher Straße geplante Multifunktionshalle habe man das Ziel der Rathausführung genannt: Auf die Stadthalle zu verzichten, deren Gelände „für eine andere Nutzung vorgesehen sei”.

Schulz nahm das Wort Abriss in den Mund. Den wollte von politischer Seite im Planungsausschuss am Donnerstag keiner beschwören. Und dennoch beschloss eine Mehrheit von zehn Mitgliedern bei fünf Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen, die neue Turnhalle auch als Veranstaltungsraum für bis zu 500 Personen zu planen.

Diese Größenordnung bezeichnete Thomas Surma vom Festausschuss Jülicher Kengerzoch als „No-Go”, nicht akzeptabel. Sowohl das Treiben nach dem Kinderzug als auch der Behördenball zählen deutlich mehr als 500 Gäste. Die Veranstaltungen sind für die großen Gesellschaften der Stadt wichtige finanzielle Stützpfeiler für die gesamte Sessionsplanung.

Das spielte bei der Debatte im Ausschuss aber keine Rolle. Ausschussvorsitzender Erich Gussen (CDU) wies darauf hin, dass das Gremium nicht über die Zukunft der Stadthalle zu befinden habe. Das sei ein „Thema für sich”, erklärte sein Parteifreund Peter Hüvelmann. Jürgen Laufs (Bündnisgrüne) betonte, dass „hier nicht entschieden wird, die Stadthalle abzureißen”.
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