Jülich - Mehr Platz für größere Gehege im Zoo

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Mehr Platz für größere Gehege im Zoo

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Bis auf den letzten Platz war der Saal im Jülicher Haus Heitzer besetzt, als der Förderverein für den Jülicher Zoo seine Jahreshauptversammlung abhielt.

Jülich. Bis auf den letzten Platz war der Saal im Jülicher Haus Heitzer besetzt, als der Förderverein für den Jülicher Zoo seine Jahreshauptversammlung abhielt. Eva Behrens-Hommel, Vorsitzende des Vereins seit 2007, hielt Rückblick auf ein sehr ereignisreiches Jahr.

Gleich drei neue Tierarten haben Einzug gehalten im Zoo, neben Erdmännchen auch Stachelschweine und Weißbüscheläffchen. Die Tiere fühlen sich dank der Pflege durch Zoochef Henry Fischer und seiner beiden Mitarbeiter Markus Schiffer und Jonathan Keck pudelwohl in Jülich, was sie mit Nachwuchs schon bewiesen haben.

Ingesamt 11.500 Euro konnte der Brückenkopf-Verein in 2013 spenden, sehr zur Freude des amtierenden Parkchefs Hajo Bülles. Dazu beigetragen haben neben den 220 Mitgliedern auch Firmen, Aachener Bank und zahlreiche Tierpaten. Deren Beträge haben sich, so Geschäftsführerin Ingrid Dank, seit 2007 verzehnfacht. 54 Paten unterstützen aktuell den Zoo.

Brisante Zusammensetzung

Als Gastredner sprach Dipl. Biologe Dirk Petzold aus Münster, der den Jülicher Zoo seit Jahren kennt. Sein Vortrag galt der Frage, ob die Gesetzgebung in Zukunft Zoos in Europa im Bestand gefährden wird. Ausführlich erläuterte er die brisante Zusammensetzung der am Verfahren beteiligten Organisationen und Verbände und manche Regelung, die dem Tierwohl eher widerspricht. Sicher scheint zumindest, dass zukünftige Gehege deutlich größer geplant werden müssen und auch die Forderungen der Berufsgenossenschaft nach Schutz der Tierpfleger stärkere Beachtung finden werden.

Der Zoo braucht also mehr Platz für größere Gehege, und diese sollen auch nicht mehr für die Ewigkeit errichtet werden, um auf veränderte Gesetzgebung flexibel reagieren zu können. Die Kommunen als Träger wie auch die Fördervereine der Zoos sollen Bestandsschutzfristen nutzen, um Rücklagen zu bilden.

Zumindest Zoochef Henry Fischer hat schon gezeigt, wie sparsam gewirtschaftet werden kann. Er erhielt höchstes Lob für seine vielen positiven Veränderungen, auch von den Kollegen anderer Tierparks. Die Planungen für das Jahr 2014 laufen noch in Antragsverfahren, aber die Anreicherung des Luchsgeheges und die Anlage zoopädagogischer Schautafeln durch den Brückenkopf-Verein sind schon spruchreif.

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