Jülich - Martinsmarkt: "Kurzweyl" im Schatten der Kirche

Martinsmarkt: "Kurzweyl" im Schatten der Kirche

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
6576487.jpg
Anbieter in historischen Gewändern kaufen auch bei ihren Kollegen, wenn sie etwas schönes sehen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Historische Handwerker und Händler hatten sich zum neunten Mal um ihre eisernen Feuerkörbe im Schatten der Propsteikirche niedergelassen.

Unter der Ägide des Juliacum Entertainment Service boten sie in historischer Gewandung hochwertige, selbst gefertigte Waren an, wobei sich die Gäste inmitten der Vielfalt der Bekleidungen ins Mittelalter zurückversetzt fühlten.

Sie bewunderten die vielen wunderschönen langen Damenkleider mit geschnürtem Oberteil und Fledermausärmeln aus Samt oder Leinen, einen Gehrock für den Herrn sowie ein breit gefächertes Sortiment an Schmuck oder Wasserpfeifen. Mit Brokatfäden verzierte Tücher, gegerbte Felle, hochwertige Leder- oder Kettenwaren aller Art, Trinkhörner oder schlicht „Schnickschnack aus der Schatulle“ komplettierten das Angebot.

Moderne Gerätschaften

Beim Nähen der Kleider bedienen sich viele Hersteller moderner Gerätschaften, gestickt wird immer per Hand. So wirbt der Veranstalter zu recht damit, dass die „wundervollen Kostbarkeiten des mittelalterlichen Martinsmarktes in keinem Geschäft zu finden sind“. Gäste verweilten bei recht kühlen, aber meist freundlichen Temperaturen an den Ständen, mit einer Tasse Met, Glühwein oder Kakao in der Hand. Erlesene Beerenweine im Tonkrug oder Liköre in der sich verschlankenden Glasflasche warteten auf Abnehmer, genauso wie Teemischungen, Trockenobst, Nougat, Nüsse, Bonbons und exotische Gewürze.

Wer mochte, konnte seinen Körper bemalen lassen, zur Auswahl standen von Hand gemalte Henna-Tattoos, wasserfeste Körpermalereien und natürlich Kinderschminken im „Atelier Pinselohr“.

Für wenige Taler stand auch das „Edelstein-Orakel“ bereit.

Zur „Kurzweyl“ für die Kinder zählten etwa das Ziehen eines Glücksfadens mit einem langen Holzstab, der mit einem Haken versehen war. Der gezogene Faden wurde wie ein Los gegen einen Preis eingetauscht.

Reich war das Speisenangebot nach historischen Rezepten, von der Feldbeckerey bis hin zur Suppenküche. Handwerksdemonstrationen und Kinderaktionen, Gaukler und Narren belebten den Markt. Gesammelte Spenden kommen erneut dem Sonnenweg zugute.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert