Jülich - Marokkanischer Kulturverein bietet Forum für einen Austausch

Marokkanischer Kulturverein bietet Forum für einen Austausch

Von: ma.ho.
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Dr. Syed M. Qaim (l.) erläuterte unter anderem die Situation der Muslime in Jülich. Foto: Horrig

Jülich. Der Marokkanische Kulturverein Jülich hatte zu einem muslimisch-christlichen Austausch in das muslimische Zentrum an der Frankenstraße eingeladen. Kerroumi Fouad, ehemaliger Vorsitzender des Vereins, freute sich über den regen Zuspruch.

Er betonte, dass der Marokkanische Kulturverein offen für alle Nationalitäten sei und viele ausländische Mitmenschen den Freitag fürs Gebet nutzen. Das Freitagsgebet sei ihnen sehr wichtig und man zeigte sich froh darüber, dass die Stadt Jülich den Raum zur Verfügung stellt.

Akzeptanz des Glaubens wichtig

Im Zusammenleben zweier verschiedener Religionen nimmt die Akzeptanz des Glaubens eine wichtige Stellung für ein gelingendes Zusammenleben und Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft ein. Hier gelte es, sich neuen Fragen und Herausforderungen zu stellen. So müsse man für ein friedliches Zusammenleben in den Dialog kommen. „Ein Dialog braucht unbedingt Respekt“, unterstrich er. Man müsse die Religion ernstnehmen. „Leider sieht es in der Realität ganz anders aus.“

Hierzu brachte Kerroumi Fouad ein Beispiel von einer Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die so genannte Chancengleichheit bei einer Bewerbung.

In einem Referat berichtete Prof. Dr. Syed M. Qaim über die Situation der Muslime in Europa, Deutschland und Jülich. Er selber wohnt seit 44 Jahren in Jülich und es sei seine Heimat geworden. Konflikte und Missverständnisse vermeiden lauteten die Schlagworte in seinen Ausführungen. In den letzten Jahren habe er eine Welle der Akzeptanz gespürt.

Gemeinsames Nachmittagsgebet

Im Anschluss an die Erläuterungen erfolgte das gemeinsame „Assr“-Gebet (Nachmittagsgebet). Bevor die Veranstaltung mit einem Gedankenaustausch und gegenseitigem Kennenlernen zu Ende ging, luden die Gastgeber noch zu einem Essen mit marokkanischen und libanesischen Spezialitäten ein.

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