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Mariechen - der Stolz jeder Garde

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
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Mariechen der Linnicher Stadtgarde: Miriam Maaßen, Simone Böldt und Michaela Ludwig machen auf jeder Bühne eine gute Figur. Foto: Gottfroh

Jülicher Land. Für viele kleine und große Mädchen ist es ein Traum, so zu sein wie sie: Der Stolz einer jeden Karnevalsgesellschaft oder Tanzgarde - die Mariechen.

Julia Gröbel ist ein Tanzmariechen - ein sehr gutes und das Aushängeschild der KG Schanzeremmele aus Stetternich. Die quirlige 13-Jährige aus Boslar hat bereits im zarten Alter von drei Jahren angefangen, das Tanzbein zu schwingen, und ist in dieser Session schon im elften Jahr dabei.

„Schon als ganz kleines Mädchen hatte Julia Freude am Tanzen. Als sie drei wurde, haben wir einfach einmal ausprobiert, ob ihr professionelles Tanzen Spaß macht”, erinnert sich ihre Mutter Alexandra Gröbel. Spaß hatte Julia - und vor allem jede Menge Talent. Hochkonzentriert meistert sie mit ihrer Solomariechen-Choreographie jeden Auftritt und behält bei auch noch so anstrengend aussehenden Tanznummern ein strahlendes Lächeln auf ihrem hübschen Gesicht.

Doch was die Zuschauer bei Karnevalssitzungen begeistert und bei Julia spielend leicht und mühelos aussieht, ist in Wirklichkeit das Ergebnis eines harten und jahrelangen Trainings. Tanzmariechen tanzen nicht nur, sie betreiben Leistungssport. Während andere Kinder in Julias Alter vor dem Fernseher sitzen, ist die Realschülerin fast immer in Bewegung - meist im Spagat oder Radschlag.

Ihre Chorographie präsentiert sie während der Karnevalssession bei mindestens zwei Auftritten pro Woche - es können aber auch vier bis fünf werden.

Neben diesen Auftritten steht für die Schülerin Training an. Julia muss mindestens zwei Stunden in der Woche mit ihrer Trainerin Simone Kosprd üben. Das ist aber noch nicht alles. Weil sich ihr ganzes Leben ums Tanzen dreht, reicht der quirligen Achtklässlerin die anstrengende Aufgabe als Solo-Mariechen nicht. Darum gehört sie auch noch einer Showtanz und Polka Gruppe der Dance-Akademie Jülich an. Um sich für Turniere mit dem erfolgreichen Jülicher Verein fit zu machen, erwarten sie hier weitere Trainingseinheiten.

Nerven sie der Trainingsstress und die vielen Auftritte nicht manchmal? „Nie! Tanzen ist mein Leben”, antwortet das Solomariechen.

Lampenfieber hat das Tanzmariechen auch nach 11 Jahren Bühnenerfahrung manchmal. „Als ich bei der großen Stetternicher Kostümsitzung aufgetreten bin, war ich schon ziemlich nervös und hatte Angst die Schrittfolge zu vergessen oder zu patzen.”

Auf die Frage, ob das aufregende Tanzmariechen-Leben ihrer Tochter gelegentlich das Familienleben belaste, sagt Alexandra Gröbel: „Im Gegenteil: Die Familie ist bei Julias Auftritten immer dabei. Es macht uns immer wieder Spaß ihr zuzusehen und sie zu unterstützen”. Kein Wunder: Die Liebe zum Tanzen liegt in der Familie. So ist Alexandra Gröbel beruflich im Tanzsport engagiert und kennt sich im Metier bestens aus. Ihr Beruf hat noch einen weiteren Vorteil: Sie darf die wunderbaren Kostüme für ihre Tochter entwerfen.

Auch wenn Julia bereits im Alter von 13 Jahren eine erfolgreiche Tänzerin ist, so hat sie sich für die Zukunft doch noch einiges vorgenommen: „Mein Traum ist es, gemeinsam mit der Dance Akademie Gruppe die Europa-Meisterschaft zu gewinnen. Außerdem möchte ich eines Tages in einem der Kölner Traditionscorps tanzen”, sagt sie. Hauptsache sie hat Spaß dabei, denn ohne Spaß geht gar nichts.
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