Jülich - Manga-Fans werden selbst zu Künstlern

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Manga-Fans werden selbst zu Künstlern

Von: ls
Letzte Aktualisierung:
So muss ein echtes Manga-Mädc
So muss ein echtes Manga-Mädchen aussehen. Die Teilnehmer nehmen sich ein Beispiel am Werk von Alexandra Völker. Foto: Lilian Schmidt

Jülich. Der Andrang war groß. Schließlich kommt nicht jeden Tag eine waschechte Manga-Zeichnerin nach Jülich und bietet einen Workshop in der Stadtbücherei an.

Zu diesem fanden sich 32 Kinder und Jugendliche ein, um von der Profi-Zeichnerin Alexandra Völker zu lernen, wie man Manga-Figuren zeichnet und Manga-Szenen gestaltet.

Die Mitarbeiter der Stadtbücherei organisierten spontan zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie Pausen-Getränke für die vielen Manga-Begeisterten. Dann konnte es losgehen.

Zunächst lernten die Workshop-Teilnehmer, wie man ein Manga-Mädchen zeichnet. Jeder Zeichen-Schritt wurde von Alexandra Völker erklärt und vorgemacht. Begonnen wurde mit einem „Mondgesicht” - denn breit mit spitzem Kinn muss das weibliche Manga-Gesicht sein.

Dieses erhielt dann die typischen großen Augen, die mit besonderer Sorgfalt entweder als „Glubschaugen” oder eleganter gestaltet wurden. Danach kam die kleine Stupsnase ins Gesicht.

Anschließend wurden mögliche Mundformen vorgestellt, nicht nur von Alexandra Völker, sondern auch von den Workshop-Teilnehmern. Schließlich wurde das Manga-Mädchen in mehreren Etappen fertig gestellt. Dabei erwiesen sich die Teilnehmer als „Schmuck- und Mode-Designer”, wie Alexandra Völker lobte.

Nachdem die Jugendlichen auch gelernt hatten, wie sie Manga-Jungen zeichnen, konnten sie im letzten Abschnitt des Workshops Manga-Szenen entwerfen, Kästchen und Sprechblasen gestaltet.

Dank der vielen Ratschläge und Hilfestellungen von Alexandra Völker entstanden fast professionell anmutende Manga-Zeichnungen, obwohl nur wenige der Teilnehmer vorher bereits Mangas gezeichnet hatten.

Vielleicht findet sich ja unter den Jülicher Workshop-Teilnehmern ein Nachfolger für Alexandra Völker? Die Profi-Zeichnerin aus Hamm hat bereits fünf Manga-Bände veröffentlicht und arbeitet derzeit am sechsten.

Allmählich denkt sie daran, diesen „schönen Nebenberuf” aufzugeben und hält nach einem möglichen Nachfolger Ausschau. Zwar darf man erst mit 18 Jahren als Manga-Zeichner tätig werden, aber bis dahin könnten die Kinder und Jugendlichen das im Workshop Gelernte noch fleißig üben und verfeinern.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert