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LVR-Kulturhaus lädt zum Besuch bei den Ullmanns

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Ulrich Berzbach bringt den Teilnehmer des Workshops bei, wie man Hebräisch liest und schreibt. Zumuindest den eigenen Namen wird jeder zu Papier bringen können. Foto: A. Schmalz
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Christiane Willms wird den Kindern – und nicht nur ihnen – jüdische Märchen erzählen. Foto: B. Malik

Rödingen. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) lädt aus Anlass des Internationalen Museumstages am Sonntag, 12. Mai, in das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1, ein. Öffnungszeiten sind von 11 bis 19 Uhr. Eintritt, Führungen, Märchenstunden und Hebräisch-Workshop sind an diesem Museumstag frei!

Das Programm sieht von 13 bis 14 Uhr eine Kinderführung vor unter dem Titel „Auf Spurensuche bei den Ullmanns“, ein Angebot zum Hinschauen, Nachfragen und Anfassen für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Zeitgleich wird eine Führung für Erwachsene angeboten. Sie ist thematisch identisch: „Die Ullmanns – Jüdisches Leben auf dem Land - Familie – Religion – Alltag“.

Von 14.30 bis 15.15 Uhr ist Märchenstunde. „Die ganze Welt ist ein riesiges Chelm!“ - unter diesem Motto werden Narrengeschichten zum Lachen (ab sieben Jahre) vorgelesen.

Die Bewohner des jüdischen Dorfes Chelm sind etwa so wie unsere Schildbürger: Ziemlich dumm – oder sind sie gerade besonders weise? Einer von ihnen ist Schlemihl, ein Träumer und Faulpelz, der eines Tages ein ganz wundersames Abenteuer erlebt.

„Das Aleph-Bet – Lesen und Schreiben lernen von rechts nach links“ heißt der Hebräisch-Workshop von 15.30 bis 17.30 Uhr.

Hebräisch ist die Sprache der Bibel, die Kultur- und Liturgiesprache des Judentums und heute Umgangssprache des modernen Israel. Damit ist die gut 3000 Jahre alte Sprache die einzige, die seit der Antike benutzt wird. Auch alle weiteren Sprachen, die von Juden ge-sprochen wurden, wurden mit hebräischen Buchstaben geschrieben, wie Jiddisch und Ladino.

Im Workshop mit Ulrich Berzbach lernen die Teilnehmenden die 22 hebräischen Buchstaben kennen und an einfachen Beispielen lesen. Spielerisch wird vermittelt, wie man die Buchstaben in der Schreibrichtung von rechts nach links schreibt. Zum Schluss können alle ihren Namen schreiben.

Das Platzangebot für den Hebräisch-Workshop ist allerdings begrenzt. Es gilt: Wer zuerst kommt, schreibt zuerst.

Von 8 bis 18.45 Uhr folgt die zweite Märchenstunde: „Der Rebbe tanzt – jüdische Geschichten“ (ab 14 Jahren). Es ist eine Erzählstunde mit einzigartigem Zauber, voll jüdischen Humors und zu Herzen gehender Begebenheiten: Hier begegnen sich tanzende Rabbis, weise Schuhflicker, die Narren von Chelm und ein jiddischer Eulenspiegel zu einem Reigen jüdischer Fabulierkunst. Erzählerin ist Christiane Willms.

Christiane Willms (Köln) erzählt frei und mitreißend, voller Freude und Witz und zieht so das Publikum in ihren Bann. Seit 20 Jahren kann man sie als professionelle Erzählkünstlerin auf Bühnen und Festen in ganz Deutschland und im Ausland erleben (www.vonmundzuohr.de).

Ulrich Berzbach (Köln) ist Judaist und Hebräischlehrer. Er arbeitet seit langem in der Erwachsenenbildung mit Kursen und Vorträgen zum Judentum und der Hebräischen Bibel. Er unterrichtet Hebräisch am Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg.

Zu darben braucht kein Besucher der Landsynagoge. Am Museumstag werden ganztägig Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke angeboten

Das LVR-Kulturhaus ist ein einzigartiges Gebäudeensemble aus der 1841 errichteten Synagoge und dem Wohnhaus der Familie Ullmann. Dort informiert eine Ausstellung über „Jüdisches Leben im Rheinland“.

Weitere Informationen www.synagoge-roedingen.lvr.de oder beim LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, Endenicher Straße 113, 53115 Bonn, Telefon 0228/9834-226.

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