Düren/Jülich - LVR-Klinik will informieren und Ängste nehmen

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LVR-Klinik will informieren und Ängste nehmen

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Das Team für die Infonachmitt
Das Team für die Infonachmittage: Dr. Beginn-Göbel (Mitte), Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik, mit ihrem Dirk Melmert und Ulla Ungermann (links), Dr. Frank Graßnack und Dr. Paul Douvos (rechts).

Düren/Jülich. Psychische Erkrankungen stehen seit geraumer Zeit an der Spitze der Gründe für eine Krankenhauseinweisung beziehungsweise längere berufliche Ausfallzeiten. Seien es nun Depressionen, Angststörungen oder verschiedene Abhängigkeitserkrankungen: Der Seelenhaushalt der Deutschen ist gehörig aus dem Gleichgewicht geraten.

Dr. Ulrike Beginn-Göbel, Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik in Düren, startet nun gemeinsam mit ihren Mitarbeitern ein breit gefächertes Vortragsprogramm, um Betroffene und Interessierte umfassend zu informieren.

„Gerade weil die Schwellenangst in Bezug auf die Psychiatrie noch immer beträchtlich hoch ist”, so die erfahrene Ärztin, „wollen wir frühzeitig damit beginnen, den Menschen die Angst vor der unbekannten Größe psychiatrisches Krankenhaus zu nehmen.”

Oft sind es die ganz einfachen Fragen, die bei den Betroffenen zu Unsicherheiten führen: Was bedeutet eigentlich die Diagnose „psychisch krank”? Wie erkennt man solche Erkrankungen? Gibt es klar beschreibbare Ursachen? Wie läuft eine Behandlung konkret ab? Was ist mit Angehörigen psychisch Kranker? Und schließlich die immer wieder gestellte Frage: Wann beziehungsweise warum ist der Einsatz von Medikamenten unumgänglich? Zwei Oberärzte der Klinik, Dr. Paul Douvos und Dr. Frank Graßnack, sowie der Diplom-Psychologe Dirk Melmert und die Diplomsozialarbeiterin Ulla Ungermann haben nun ein Konzept für zunächst drei Informationsnachmittage zum Thema „Psychisch krank - was nun?” entwickelt, zu denen Interessierte jeweils ab 17 Uhr in den großen Konferenzraum im Haus 10 der Klinik eingeladen sind.

Dr. Douvos macht am 27. April den Anfang mit „Psychisch krank - was heißt das?”, Dr. Graßnack fährt am 24. Mai mit „Behandlung in einer psychiatrischen Klinik - was passiert konkret?” fort, und schließlich referieren Ulla Ungermann und Dirk Melmert am 31. Mai zu „Angehörige psychisch Kranker”.

Die Selbsthilfestelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes im Kreis Düren und die AOK sind Mitinitiatoren dieser Angebote. Dr. Ulrike Beginn-Göbel sieht in diesem Angebot einen wichtigen Schritt auf dem Wege zur Entmystifizierung der Psychiatrie: „Information schafft Klarheit, Wissen schafft Vertrauen!” Auch die weiteren Bildungs- und Tagungsangebote in 2012 sind viel versprechend und werden sicherlich Interessierte aus dem ganzen Rheinland bewegen, nach Düren zu kommen.

So ist am 13. Juni eine große Fachtagung zum Thema „Entwicklungsförderung für Kinder aus suchtbelasteten Familien” geplant. Kurz darauf, am 26. Juni, findet eine Fachtagung zum Thema „Internetsucht” statt, an der sich namhafte Experten und Autoren beteiligen werden.
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