Löschzug Stadtmitte: Sechs Mal zur Tierrettung ausgerückt

Von: ma.ho.
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Wehrleiter Udo Diß (l.) und Löschzugführer Swen Henseler (r.) nutzten die Jahreshauptversammlung für Ehrungen und Beförderungen. Foto: Horrig

Jülich. Nach 2011 liegt wieder ein recht „normales“ Einsatzjahr hinter dem Löschzug Stadtmitte der Jülicher Feuerwehr. Mit einigen Zahlen und Fakten warf Löschzugführer Swen Henseler bei der Jahreshauptversammlung einen Blick auf das vergangene Jahr und unterstrich dabei den tatkräftigen Einsatz der Wehrangehörigen.

Mit insgesamt 306 Einsätzen lag das Jahr 2012 im Rahmen der Leistungen des Vorjahres (320). So standen 25 Kleinbrände, 19 Mittelbrände, 2 Großbrände (Altenburg und Deponie Horn), 15 Fahrzeugbrände und 2 Kaminbrände auf dem Einsatzplan der Wehr.

Hinzu kamen 47 Brandmeldealarmierungen, 36 überörtliche Hilfeleistungen mit der Drehleiter (DLK) und 22 Drehleiterunterstützungen für den Rettungsdienst.

Hoch zeigten sich mit 59 auch wieder die Einsätze bei den technischen Hilfeleistungen. 19-mal hieß es: Person hinter Tür, ein Mal: Person im Wasser, fünf Mal: Person eingeklemmt und sechs Mal rückte die Feuerwehr zur Tierrettung aus. Damit noch nicht genug, galt es 21-mal eine Ölspur abzustreuen, vier Mal gab es Gasalarm, zwei Mal einen ABC-Einsatz, eine Bombendrohung, fünf böswillige Alarmierungen, zehn generelle Fehleinsätze und fünf sonstige Einsätze.

Spektakulär war der Einsatz bei der Bombenentschärfung im letzten April. Ganze Wohnviertel und Straßenzüge mussten evakuiert werden, was für den Löschzug Stadtmitte sowie allen übrigen Feuerwehren und beteiligten Institutionen eine logistische Herausforderung war. Eine gute Zusammenarbeit aller bildete die Grundlage für die erfolgreiche Abwicklung der Maßnahmen.

Zur Zeit zählt der Löschzug Stadtmitte 60 aktive Kameraden, 11 Mitglieder in der Ehrenabteilung und elf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Der Ausbildungsstand des Löschzuges gilt als hoch, was unter anderem die Anzahl von 38 Atemschutzgeräteträgern, 24 Maschinisten für Löschfahrzeuge, 18 Drehleitermaschinisten, 9 Ausgebildeten für den Strahlenschutz oder 2 Brandschutztechnikern unterstreichen.

Löschzugführer Henseler ging auch auf das Thema Aus- und Fortbildungen ein. So plant man zum Beispiel die Atemschutzgeräteträger weiterhin in die Brandsimulationsanlage in Stockheim zu schicken, da die Kameraden dort unter recht realen Bedingungen ihre Erfahrungen machen. Gemeinsam mit Wehrleiter Stadtbrandinspektor Udo Diß dankte Henseler den Kameraden für ihr unermüdliches Engagement sowie der Stadt und dem Rat für die stete Unterstützung und die Mittelbeschaffung trotz angespannter Haushaltslage.

Geehrt wurden für fünfjährige Mitgliedschaft in der Wehr Dennis Strobel und Martin Buchkremer, zehn Jahre Sebastian Dolgener und Achim Schiffer, für 15 Jahre Sascha Dykstra, Guido Münstermann und Stefan Pasch, für 30 Jahre Uwe Peters und Jürgen Hürtgen sowie für 35 Jahre Udo Diß.

Befördert wurden Stefan Peterhoff zum Brandmeister, Rene Dahmen zum Oberbrandmeister und Swen Henseler zum Brandoberinspektor. Ein kleiner Ausblick auf bevorstehenden Termine im laufenden Jahr beendete die Versammlung.

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