Löschgruppe Selgersdorf hat endlich ein neues Heim

Von: ma.ho.
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Im Auftrage der Stadt Jülich überreichte Ortsvorsteher Arnold Peterhoff (r.) den Gebäudeschlüssel an den Wehrleiter Udo Diß (2.v.l.), der ihn anschließend dem Löschgruppenführer Michael Lehner (2.v.r.) übergab, links der stellv. LZ 2-Führer Erich Läcke. Foto: Horrig

Selgersdorf. Nach neun Monaten Bauzeit konnte am Samstag das neue Feuerwehrgerätehaus in Selgersdorf offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Ortsvorsteher Arnold Peterhoff ging in seiner Begrüßungsrede kurz auf die Geschichte des alten Feuerwehrgerätehauses sowie die Notwendigkeit zum Neubau ein.

Auch Stadtbrandinspektor Udo Diß, Leiter der Feuerwehrwehr Jülich, fand passende Worte: „Ja, es hat lange gedauert und es war ein schwieriger Weg.”

Nach vielen Jahren konnte die Löschgruppe (LG) Selgersdorf nun ihr neues Domizil beziehen. Schon länger war über eine Sanierung des alten Hauses gesprochen worden. „Es war zu alt, zu klein und es hätte komplett saniert oder umgebaut werden müssen”, so Diß. Ein Neubau war allerdings die günstigere Variante. Im Januar begannen die Bauarbeiten.

Kritische Worte

Kritische Worte richtete Diß an alle, die der Meinung waren, dieser Bau sei zu groß und zu teuer. Es sei sogar der Spruch „Trinkhalle für eine Million” gefallen. Diß erklärte zum Bau, er sei nach den neuesten Richtlinien für Feuerwehrgerätehäuser erstellt worden. Weiterhin gab er zu bedenken, dass dieses Gebäude für die Ortsteile Selgersdorf, Altenburg und Daubenrath zur Verfügung stehe.

„Schon allein aus diesem Grund ist es nicht zu groß, denn in ihm finden sich drei Stadtteile wieder.” Zusätzlich strebe man in naher Zukunft eine interkommunale Zusammenarbeit an. Die Wehrleute der LG Selgersdorf können dann zur Unterstützung für die Ortslage Krauthausen mitangefordert werden.

Die Räume wurden so angelegt, dass dort auch Lehrgänge abgehalten werden können. Den Vorwurf „zu teuer” verwarf Diß mit den Worten: „Das alles, was hier verbaut ist und als Einrichtung drin steht, ist ganz normaler, dem Niveau der heutigen Technik, entsprechender Standard. Hier ist weder Schnickschnack, noch Gold oder Silber verbaut. Auf den Preis hatten wir leider keinen Einfluss. Wir wollten nur ein vernünftiges Feuerwehrgerätehaus”.

Über den „blöden” Spruch „Trinkhalle für eine Million” hätten sich viele Kameraden zu Recht aufgeregt. Bürgermeister und Rat der Stadt wüssten genau, was sie an der Freiwilligen Feuerwehr haben, leider aber einige Personen aus der Verwaltung und der Bevölkerung noch nicht.

Diß unterstrich, dass Vorgaben, die der Feuerwehr auferlegt werden, Gesetzescharakter haben. Wenn diese nicht erreicht würden, bekäme die Stadt eine Hauptamtliche Wehr auferlegt: „Dann wird es richtig teuer.” Anfang des Jahres habe man es gerade noch geschafft, eine sogenannte „Ausnahmegenehmigung für eine Hauptamtliche Wache” zu erhalten.

Dank an die Kameraden

Dies sei aber nur möglich gewesen, weil sich die freiwilligen Wehrleute Tag für Tag rund um die Uhr einsetzen. Daher galt ein großer Dank den Kameradinnen und Kameraden der Wehr. Diß nutzte den festlichen Rahmen, um die Feuerwehrmann-Anwärter Sebastian Trunzler, Dennis Herzberg und Christian Schulze zu Feuerwehrmännern zu befördern. Franz Josef Staß erhielt das Ehrenzeichen in Silber.

Pastor Dr. Peter Jöcken segnte das Gebäude und wünschte allen Wehrleuten allzeit eine gesunde Heimkehr von ihren zum Teil gefährlichen Einsätzen.

Die Gesamtkosten für den Bau des Feuerwehrgerätehauses, das nahe der Stephanusschule errichtet wurde, liegen bei 955.000 Euro. Das Gebäude umfasst etwa 404 Quadratmeter Nutzfläche und bietet zwei Einsatzfahrzeugen Stellfläche.
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