Jackerath - Löschgruppe Jackerath feiert ihr 100-jähriges Bestehen

Löschgruppe Jackerath feiert ihr 100-jähriges Bestehen

Von: ptj
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In diese Höhe muss man schwindelfrei sein: Blick von der Feuerwehrleiter auf den Fuhrpark. Foto: Jagodzinska

Jackerath. „Es waren 100 Jahre vieler gesellschaftlicher und politischer Veränderungen, vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik. 100 Jahre, in denen hunderte Kameraden unermüdlich für das Gemeinwohl einstanden, 100 Jahre Veränderung, 100 Jahre "Gott zur Ehr - dem nächsten zur Wehr"”, fasste Löschgruppenführer Stefan Begemann anlässlich des Jubiläums zusammen.

Mehrere junge Männer schlossen sich unter Führung von Konrad Sieben im Jahr 1910 (das genaue Datum ist nicht bekannt) zur Feuerwehr Jackerath zusammen. Zunächst ging es nur um gegenseitige Hilfe der Einwohner. Ein Einsatzbericht von einem Brand am 1. Juni 1892 ist eines der wenigen Dokumente jener Zeit.

Die nächsten gesicherten Fakten stammen aus 1925 und belegen einen Personalbestand von 31 Kameraden (doppelt so viele wie heute) zwischen 15 und 50 Jahren aus allen sozialen und beruflichen Schichten.

Es gab allerdings einen Schnitt in der Geschichte der Löschgruppe. Zwischen 1955 und 1972 sorgten Feuerwehren der umliegenden Gemeinden für die Brandbekämpfung in Jackerath. Wegen Unstimmigkeiten mit der damaligen Gemeindeverwaltung Garzweiler löste sich die Freiwillige Feuerwehr Jackerath 1955 auf und wurde erst 1972 nach der Gebietsreform wegen des Tagebaus Garzweiler und der Eingliederung in die Gemeinde Titz neu gegründet.

Die Blauröcke bauten in Eigenleistung ein kleines Gerätehaus und erhielten im Frühjahr 1974 ihr erstes eigenes Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug auf dem Fahrgestell eines Ford 1000 aus Rödingen. Heute sind die Löschgruppen Jackerath und Opherten wegen der besseren Tagesverfügbarkeit zusammengelegt.

Bescheiden verzichtete die kleine, nach Bekunden des Titzer Bürgermeisters und Schirmherrn Jürgen Frantzen aber „leistungsfähige Feuerwehr, die hervorragend mitten im Ort untergebracht ist”, auf einen Festkommers. Gefeiert wurde im Rahmen eines Familientages am Gerätehaus mit vielen Gästen aus der Lokalpolitik und ebenso vielen Attraktionen.
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