Linnicher Volksgarten soll wieder erblühen

Von: ojo
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Der Waldweg nach Rurdorf ist die Hauptachse des Linnicher Volksgartens, den die Liberalen gern reaktiviert sähen. Foto: Jonel

Linnich. Die goldenen Tage des Linnicher Volksgartens liegen schon so weit zurück, dass Zugezogene von seiner Existenz nichts wissen. Ungeachtet dessen durchstreifen ihn viele, weil der Waldweg von Linnich nach Rurdorf, die Hauptachse des Volksgartens, ein lauschiger Spazierweg ist. Das grüne Linnicher Kleinod zu reaktivieren, den Volksgarten sozusagen erblühen zu lassen, hat jetzt die FDP-Fraktion im Linnicher Stadtrat auf den Plan gerufen.

Und damit uneingeschränkte Zustimmung geerntet. Das lag mit Sicherheit daran, dass als „Gärtner“ nicht die Stadt selbst, sondern die Entwicklungsgesellschaft Indeland tätig werden soll. „Bis jetzt findet Linnich bei Indeland nicht statt“, machte FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus Selter aus seiner kritischen Einstellung kein Hehl.

Eine Gegenleistung

Selter hatte in der Vergangenheit wiederholt gefordert, dass die Stadt wenigstens eine Gegenleistung erhalte, wenn sie schon mit fast 50.000 Euro Jahresbeitrag Mitglied der Gesellschaft sei. „Hier ist eine Chance, auch von Indeland zu profitieren.“ Außerdem passe das Volksgarten-Projekt sehr gut in die Zielvorgabe der Entwicklungsgesellschaft, den Tourismus in der Region zu stärken und das Angebot zu attraktivieren.

Die Zustimmung erhielt die FDP postwendend. Mark Dremel (PKL) überlegte laut, ob man nicht parallel andere Finanzierungsmöglichkeiten ausloten sollte. Vor allem müsste eine Kostenaufstellung erfolgen, denn der Eigenanteil der Stadt betrage laut Indeland-Statut 20 Prozent. Das hatten die Liberalen berücksichtigt. Vor allem durch Spenden sollte dieser Anteil bestritten werden. Eine eventuelle Restfinanzierung könnte über den Haushalt abgedeckt werden – ohne zusätzliche Geldaufnahme.

Fraktionschef Hans-Willi Dohmen sagte dem Volksgarten-Vorstoß die Zustimmung der CDU zu, schlug aber gleichzeitig eine Gesamtuntersuchung der Potenziale im Stadtgebiet vor, die touristisch aufwertbar wären. Einen interessanten Aspekt brachte Bürgermeister Wolfgang Witkopp zur Sprache. Die Indeland-Gesellschaft wolle sich mit einem Leader-Antrag um EU-Fördermittel bewerben. Da passe das Linnicher Volksgarten-Projekt gut hinein.

Nach der allgemeinen Zustimmung im Rat muss nun die Verwaltung ihre Hausaufgaben machen. Von ihr wird eine Aufstellung der Kosten und der erforderlichen Maßnahmen erwartet. Das ist in der Hauptsache die Wiederherstellung des Waldweges vom Linnicher Friedhof bis zum Rurdorfer Berg. So musste ein Teil des Katharinenbergs, so die eigentliche Bezeichnung des Volksgarten-Areals, nach einem Hangrutsch gesperrt werden. Dieses zu reparieren und einiges an Aufforstung wären vordringliche Aufgaben der Reaktivierung.

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