Linnich - Linnicher Hallenbad wird häppchenweise restsaniert

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Linnicher Hallenbad wird häppchenweise restsaniert

Von: ojo
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Die alte Glasfassade des Halle
Die alte Glasfassade des Hallenbads macht nicht mehr viel her. Auch sie wird bei der Sanierung komplett erneuert. Foto: Jonel

Linnich. Der zweite Bauabschnitt zur Sanierung des Linnicher Hallenbades wird weniger materialtechnisch als vielmehr finanztechnisch eine Herausforderung. 1,8 Millionen Euro sind im Haushalt 2012 für die Restsanierung des Bades eingestellt, kosten wird sie aber knapp 2,5 Millionen Euro.

Die Differenz müsste noch irgendwie dargestellt werden. „Wir müssen irgendwann entscheiden, ob wir diese 700.000 Euro aufbringen können oder nicht”, brachte Bernd Lohmann, Vorsitzender des Kultur-, Sport- und Partnerschaftsausschusses, das Kardinalproblem auf den Punkt. Noch bremst diese Frage den Sanierungsfortschritt nicht aus. Die Vergabe erfolgt nicht als Gesamtauftrag, sondern häppchenweise Gewerk für Gewerk.

In der Entwurfs- und Ausführungsplanung des Planers Christoph Keinemann steht hingegen kein Fragezeichen hinter den Aufgaben, die es im zweiten Bauabschnitt zu verwirklichen gilt. Das Gestaltungshandbuch gibt dem „neuen” Hallenbad ein klares Aussehen. Ähnlich wie die bereits sanierte Seite des Technik und Funktionsbereichs wird auch die noch ungetastete Fassade der eigentlichen Schwimmhalle ihr Äußeres verändern. Der markante Rot-Ton wird dann das komplette Gebäude beherrschen.

Komplett erneuert wird die altbackene und schmucklose Glasfassade an der Längsseite der Schwimmhalle. Im Gestaltungshandbuch wird die Glasfront weniger Rahmen-bewehrt sein und sogar ein Wellendekor erhalten.

Ebenfalls rundum erneuert wird der Bereich der Umkleiden. Er soll, so Bernd Lohmann, ähnlich den Umkleiden im Hallenbad Hückelhoven umgebaut werden. Deutlich transparenter als bisher wird der Bereich zwischen Foyer und Schwimmhalle gestaltet. Etwa in Höhe der ehemaligen Kasse wird sich der Blick in die Schwimmhalle öffnen. Sie erhält im Übrigen einen neuen Aufenthaltsbereich.

Eine besorgte Nachfrage löste die Gestaltung des Hallendeckenbereichs aus. Als Ersatz für die alte Deckengestaltung mit weißen Kunststoffplatten sind Holzblenden und Leimbinder vorgesehen. Anderswo habe man mit diesen Materialien in Hallenbäder keine guten Erfahrungen gesammelt, so der Hinweis. Bernd Lohmann verwies seinerseits auf Beispiele, bei denen Holz und Schwimmbadatmosphäre nicht zum Problem geworden seien.

Während die bauliche Seite des Sanierungsprojekts bis ins Detail geregelt ist, steht man bei der Regelung des späteren Betriebskonzepts noch am Anfang.

Vordringlich zu klären

Zu klären ist da vordringlich die Frage, ob die Stadt selbst als Betreiber auftritt oder aber den Betrieb in fremde Hände gib. Aufschluss werden die Gespräche liefern, die die Stadt in allernächster Zukunft mit den von Keinemann vermittelten Kontakten führen wird. „Wie auch immer: Wir werden nicht umhin kommen, eine Fachkraft einzustellen - egal ob Eigenbetrieb oder externe Lösung”, sagte Lohmann.

Angesichts der Fülle an Einzelaufgaben zeichnet sich mittlerweile ab, dass das Hallenbad im laufenden Jahr nicht mehr öffnen wird, wie es einmal vorgesehen war. Es wird 2013 werden, bevor wieder mit Schwung ins wohl temperierte Nass gehüpft werden darf.

Apropos hüpfen. Im Rahmen der Sanierung wird auch das Dreimeterbrett „versteift”. Das muss geschehen, weil das Schwimmbecken unter dem Sprungturm nicht die nötige Tiefe hat. Von einem federnden Brett könnten Springer aus zu großer Höhe in das Wasser eintauchen und dem Boden zu nahe kommen. Für den Absprung von einem festen Turm reicht die Beckentiefe aber aus.
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