Linnich - Linnicher Grüne wollen absolute Mehrheit verhindern

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Linnicher Grüne wollen absolute Mehrheit verhindern

Von: ojo
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Die Bündnisgrünen in Linnich stehen zur Wahl, Ihre beiden Ratsherren Cato Hilfert (stehend 5.v.l.) und Christoph Barzen (stehend 4.v.r.) sollen möglich noch Gesellschaft erhalten, ist das Ziel.

Linnich. Der Linnicher Ortsverein von Bündnis 90/Die Grünen hat eine Leistung schon vor der Kommunalwahl am 25. Mai vollbracht: In jedem der 16 Linnicher Wahlbezirke wird Grün eine Option sein, wird ein/e grüne/r Kandidatin oder Kandidat zur Wahl stehen. Dazu wurden bei der Aufstellungsversammlung am Montagabend alle Kräfte mobilisiert.

Mobilisierung und Bewegung wird auch im Laufe der sechs Jahre währenden „Legislaturperiode“ notwendig werden. „Wir brauchen Nachrücker. Ich werde nur die Hälfte der Wahlperiode mitmachen“, bekräftigte Spitzenkandidat Cato Hilfert seine beim Parteitag gemachte Ankündigung.

Hilfert, einer von zwei grünen Ortsvorstehern und Sprecher der derzeitigen Zwei-Mann-Fraktion, wird auch künftig dem Stadtrat angehören, sofern die Grünen bei der Wahl die Fünf-Prozent-Hürde nehmen. Das gilt auch für seinen „Vize“ Christoph Barzen, der auf der Reserveliste hinter Hilfert auf Platz 2 abgesichert ist. Dass auch eine kleine Fraktion erfolgreiche Arbeit verrichten könne, hätten die Linnicher Grünen bewiesen, sagte Hilfert in seinem Rückblick auf die zu Ende gehende Wahlperiode.

Als begünstigend habe sich dabei die Konstellation der wechselnden Mehrheiten erwiesen, die nach der Auflösung der Kooperation von SPD, PKL und Grünen eingetreten war. „Die Situation, dass die Stadtpolitik in einem Fraktionszimmer gemacht wird, die wollen wir nicht mehr erleben“, gab Hilfert als Parole die Verhinderung einer absoluten Mehrheit aus.

Zu den Erfolgen grüner Politik zählte Hilfert neben der im zweiten Anlauf gelungenen Einrichtung einer Gesamtschule vor allem die Sanierung des Hallenbades. Dazu hätten die Grünen den Anstoß gegeben, der von den übrigen Fraktionen und der Verwaltung aufgenommen worden sei.

Hilfert forderte einen engagierten Wahlkampf ein, zumal die fast völlig neu formierte CDU-Mannschaft eine kaum auszurechnende Größe darstelle.

Neben Christoph Barzen, der seit 20 Jahren dem Ortsverein und seit zehn Jahren dem Rat angehört erhofft sich grüner „Nachwuchs“ eine Chance auf ein Ratsmandat. Sonja Bischoff ist eine erfahrene Parteipolitikerin, die neben ihrem Engagement in der Bonner Hochschulpolitik vor allem auch im drittgrößten Kreisverband der Grünen in Bonn tätig war.

Auf Platz vier der Reserveliste steht mit Trude Krichel eine routinierte Kommunalpolitikerin. Sollte die Ortsvorsteherin von Kofferen ebenfalls ein Ratsmandat erobern, „wäre das sensationell“, frohlockte Hilfert.

Unter der Leitung von Bruno Voß aus Echtz, der in den Kreistag einziehen und dort grüner Fraktionsvorsitzender werden möchte, erfolgte die Kandidatenaufstellung der Linnicher Bündnisgrünen. Sie sieht wie folgt aus: Wahlbezirkskandidaten: Linnich 1: Ruth Jerusalem, Linnich 2: Sonja Bischoff, Linnich 3: Jutta Plum, Linnich 4: Emmanuel Ndahayo, Linnich 5: Mareike Fabig, Gereonsweiler: Erika Bertrams, Ederen/Gereonsweiler: Marita Liebau, Welz/Floßdorf: Cato Hilfert, Rurdorf: Konni Hilfert, Hottorf/Kofferen: Trude Krichel, Tetz 1: Jürgen Ricklefs, Tetz 2: Henry Hüttner, Boslar: Jan Meißner, Gevenich Paul Nelles, Körrenzig: Elke Sturm-Barzen, Körrenzig/Glimbach: Christoph Barzen. Die Liste wurde bei einer ungültigen Stimmabgabe mit zehn Stimmen angenommen.

Mit dem Votum aller elf Stimmberechtigten wurde die Reserveliste besetzt: 1. Cato Hilfert, 2. Christoph Barzen, 3. Sonja Bischoff, 4. Trude Krichel, 5. Elke Sturm-Barzen, 6. Emmanuel Ndahayo, 7. Henry Hüttner, 8. Jan Meißner. 9. Paul Nelles, 10. Ruth Jerusalem, 11. Jürgen Ricklefs.

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