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Linnicher Feuerwehr erhellt die Pflaster-Entscheidung

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Dip.-Ing. Norbert Poetsch (an der Absperrung) erklärt die Besonderheiten des Pflasters seiner Firma.

Linnich. So etwas kommt auch nicht alle Tage vor. Die Linnicher Feuerwehr hat unzweifelhaft zur Erleuchtung des Bau- und Liegenschaftsausschusses beigetragen. Mit ihrer Beleuchtungseinheit haben die Blauröcke eine kleine Pflasterfläche auf dem Parkplatz des Linnicher Rathauses so ins rechte Licht gesetzt, dass sich die Ausschussmitglieder trotz Nacht ein gutes Bild von Aussehen und Wirkung des Pflasters machen konnten.

Dieses Pflaster wird sozusagen das „tragende“ Element der Straßenerneuerungsmaßnahme im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) sein. Und: Es wird maßgeblich das „Gesicht“ der Rurstraße und damit der Linnicher Innenstadt prägen. Jan Siebenmorgen von MWM, Chefplaner des IHK-Projekts, und Dipl-Ing. Norbert Poetsch, Geschäftsführer der Heinsberger Firma Poetsch, stellten die Besonderheiten dieser Pflasterung vor.

Obwohl aus Betonstein, wirkt das Pflaster wie aus Naturstein gelegt. Dieser Effekt wird unter anderem auch erzielt durch die gebrochenen – der Fachmann sagt „gealterten“ – Kanten. Zudem ist dem Stein keine Farbe beigemischt. Dennoch lebt der Stein durch Beimengungen von Naturmaterialien wie Granit. „Diese Steine verlieren nie ihre Farben“, versicherte Norbert Poetsch. Auch Abplatzungen gebe es bei diesem Stein nicht, beschied er eine entsprechende Nachfrage.

Im Straßeneinsatz erhält das Pflaster zwei zusätzliche Komponenten. Zur Hausseite bildet ein schmaler, an Kopfstein erinnernder Streifen eine markante Abgrenzung. Das Pflaster selbst durchziehen sogenannte Nadelstreifen, schmale Betonsteine, die in Grau- oder Bunttönen wie Blau im Bereich der Rur Akzente setzen.

Das Heinsberger Unternehmen erhielt letztlich in nicht-öffentlicher Sitzung den Zuschlag, sein Pflaster in der Stadt auszulegen. Poetsch war im Übrigen die einzige von drei angeschriebenen Firmen, die sich in der Lage sah, die Anforderungen der Planer zu erfüllen.

In einem Zuge mit entschieden wurde die Art der Straßenbeleuchtung. Das Modell der Firma Hess Licht + Form aus Villingen-Schwenningen, ein Spezialist von Beleuchtungskonzepten im öffentlichen Raum, weicht von der üblichen „Ampelroutine“ ab. Hess setzt auf Acrylzylinder mit LED-Einsätzen. Der Zylinder steht auf dem Mast. Im 70-Grad-Winkel strahlt er die Fläche aus.

Jeder Zylinder ist aber auch so ausrichtbar, dass er spotlightartig Elemente oder Bereiche betont. Mit unter vier Metern Höhe sind die Trägermasten deutlich niedriger als ein gängiger Laternenmast. Wie Hess-Vertreter Berthold Stolz erläuterte, ermögliche der Leuchtzylinder problemlos die Kopplung mit WLAN-Routern und bietet selbstredend auch den Anschluss für die Weihnachtsstraßenbeleuchtung.

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