Linnich setzt auf LED-Straßenlaternen

Von: ojo
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Rene Schmitz von Regionetz und Frank von Oppell von der EWV übernahmen den unternehmischen Part der LED-Umrüstung, die Thomas Rachel als Vertreter des Bundes und Wolfgang Witkopp als Bürgermeister (v.l.n.r.) finanziell stemmten. Foto: Jonel

Linnich. Es gehen neue Lichter an in der Stadt Linnich. Noch nicht überall, aber die flächendeckende Umrüstung der Straßenbeleuchtung hat gerade begonnen. Die Ära der Quecksilberdampflampen geht in dem Städtchen an der Rur frühzeitig zu Ende. Licht spenden künftig Licht emittierende Dioden, besser bekannt unter dem Kürzel LED.

Was jetzt in der Stadt und bis zum Jahresende auf den Dörfern geschieht, hat einen erheblichen Vorlauf. Bereits vor vier Jahren hatte die Stadt mit Förderung des Bundes ein Klimakonzept erstellt , das bereits die Sanierung der Straßenbeleuchtung empfahl. Aber erst im vergangenen Jahr ließ die Haushaltsituation an eine Umrüstung aller Straßenlaternen auf LED-Technik denken. „Die Stadt Linnich hat tief in die Tasche gegriffen“, umschrieb Bürgermeister Wolfgang Witkopp am Mittwoch den finanziellen Kraftakt. Immerhin summiert sich die Aktion auf etwa über eine Million Euro.

Die muss die Stadt allerdings nicht alleine tragen. „Ich habe die Bürgermeister im Kreis Düren auf Fördermöglichkeiten durch den Bund hingewiesen, und Bürgermeister Witkopp hat die Chance genutzt“, freute sich Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, über den Weitblick. Linnich nimmt mit der Umrüstung seiner kompletten Straßenbeleuchtung eine Vorreiterrolle ein. In Düren und ein, zwei anderen Kommunen im Kreis werden lediglich Teilbereiche LED-umgerüstet.

Durch die Bundesförderung reduziert sich der Eigenanteil Linnichs auf rund 800.000 Euro. Aber, und das ist weit entscheidender: Die Stadt erwartet eine Stromersparnis von 65 Prozent jährlich. Statt 144.000 Euro, wie im Jahr 2011, wird die Stromrechnung der Straßenbeleuchtung künftig nur etwas über 50.000 Euro pro Jahr betragen. Damit hat sich die Investition in zehn Jahren amortisiert, so die Rechnung. Und das Klimakonzept des Bundes profitiert auch. „Linnich spart durch die Umrüstung 330 Tonnen CO2 pro Jahr ein“, so Rachel.

Den technischen Part der Umrüstung hat im Übrigen Linnichs Stromlieferant, die Energie und Wasserversorgung EWV, Stolberg, übernommen. „Uns freut natürlich, dass wir als regionales Unternehmen hier in der Region tätig werden können“, sagte René Schmitz von der ausführenden Regionetz GmbH, ein

Unternehmen der EWV. Im seinem Einzugsbereich hat der Energieversorger bereits die Städte Stolberg und Alsdorf ungerüstet. Die Wirtschaft der Region profitiert ebenfalls: „Wir greifen auf ansässige Handwerksbetriebe zurück“, betonte Frank von Oppell von der EWV. Nicht zuletzt ist selbst der Hersteller der Leuchten, die Profiled aus Breinig, ein regionales Unternehmen.

Technisch aufwändig ist die Umrüstung der Straßenlaternen nicht- „Da reicht ein Mann mit Hubwagen“, hatte der Bürgermeister beobachtet. Die neuen LED-Leisten werden auf die vorhandenen Masten, die größtenteils erhalten bleiben, montiert. Die neue Steuerelektronik erlaubt es, die Laternen nach Bedarf zu schalten.

Im gesamten Linnicher Stadtgebiet werden rund 1900 Leuchten umgerüstet. Bei etlichen wie den schmucken Straßenlaternen etwa im unteren Bereich der Rurdorfer Straße in Linnich oder der Hauptstraße in Körrenzig wird der Austausch der Leuchtkörper etwas aufwändiger sein. Dennoch haben sich Stadt und Unternehmen zum Ziel gesetzt, Ende des Jahres den Vollzug der Umrüstung auf die LED-Laternen verkünden zu können.

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