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Linnich: In den Einzelhandel kommt Bewegung

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Vor drei Jahren war der Edeka-Neubau schon Thema. Jetzt scheint er konkret zu werden. Foto: Jonel

Linnich. Eines ist jetzt schon sicher: Der neue Linnicher Stadtrat und mindestens einer seiner künftigen Fachausschüsse wird kaum in Amt und Würden mit Entscheidungen konfrontiert, die das Gesicht des Stadtzentrums verändern.

In die lange Zeit ruhende Entwicklung eines Konzepts für den Bereich Stadthalle / Place de Lesquin kommt Bewegung. Erst recht auf dem gegenüberliegenden Ufer der Rur. Dort hat die Bauanfrage der Brinke-Gruppe für den Drogerie-Riesen Rossmann die Politik mobilisiert.

Die Frage, um die sich alles dreht: Könnte mit der Bewilligung eines Bauvorhabens ein viel größeres und städteplanerisch bedeutungsvolleres gestört oder sogar ausgehebelt werden? Denn nach aktuellem Stand eröffnet sich ein für Linnich geradezu umwälzendes Szenario, das in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt wurde.

Dass der Discounter Lidl nach dem Brandtotalschaden seiner Niederlassung an der Jülicher Straße über eine Neugründung an anderer Stelle nachdenkt, scheint nun konkreter zu werden. Lidl hat offenbar ein Auge auf das linke Rur­ufer geworfen. Dorthin also, wo ein Investorenwettbewerb Linnichs neue Mitte skizzieren soll. Dabei zeichnet sich ab: Hotel und Mensabetrieb, wie schon einmal im Gespräch, finden keinen Zuspruch bei den Investoren.

Noch interessanter aber die Entwicklung an der Erkelenzer Straße. Die Familie Plum, Betreiber des Edeka-Marktes, forciert die Pläne zu einem Komplettneubau des Marktes. In dessen unmittelbarer Nachbarschaft ist ein Drogeriemarkt im Gespräch – und die Ansiedlung des Aldi-Marktes, der derzeit am Ortsausgang im Gewerbegebiet Gansbruch residiert. Diese neue Konstellation gleicht in etwa der Situation, wie sie in Aldenhoven besteht – mit den besagten drei Discountern und dem DM-Markt.

Um dort ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln, sollte die Drogerie-Bauanfrage erst einmal zurückgestellt werden, empfahl die Verwaltung, unterstützt von SPD, Grünen und FDP sowie dem Projektentwickler und Planer Otto von der Heide. Bürgermeister Wolfgang Witkopp wurde deutlich: „Ich fände es extrem fahrlässig, diese Möglichkeit durch die Ansiedlung an anderer Stelle zu verbauen.“

Während Hans-Willi Dohmen (CDU), wie angekündigt, gegen eine Rückstellung der Bauanfrage war, wiesen Heinz-Willi Spelthann (CDU) und Mark Dremel (PKL) den gangbaren Weg. Die Entscheidung wird vertagt bis nach der Kommunalwahl. Bis dahin liegen konkretere Angaben, auch des Investorenwettbewerbs vor.

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