Radarfallen Blitzen Freisteller

Linienbusse sollen Schulzentrum ansteuern

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
7117541.jpg
Wer mit der Rurtalbahn zum Schulzentrum will, steuert den Bahnhof im Nordviertel an. Das ist der naheliegendste Haltepunkt, solange es noch keinen Bahnsteig „An den Aspen“ gibt. Foto: Uerlings

Jülich. Da sage noch einer, in Jülich bewege sich zu wenig. Ab dem 20. August müssen sich einige hundert Schülerinnen und Schüler in Jülich in Bewegung setzen und buchstäblich neu orientieren. Die Sekundarschule und die Realschule Jülich sind nach den Sommerferien nämlich neben der Hauptschule im Schulzentrum Linnicher Straße untergebracht.

Wie aber den grundsanierten Komplex erreichen? Diese Frage beschäftigte die Stadtverwaltung über Wochen, nachdem eine Realisierung des neuen Rurtalbahn-Haltepunktes „An den Aspen“ vorläufig nicht realisierbar war. In seinem Bericht betrachtete Schulamtsleiter Gert Marx im Fachausschuss vor allem die beiden Bus-Alternativen: den Schülerspezial- und den Linienverkehr.

„Wie gelingt die Schülerbeförderung nach dem Umzug von Sekundar- und Realschule möglichst ohne Wartezeiten“, formulierte der Experte im Jülicher Rathaus das Ziel. Das ist eine hochkomplexe Thematik, da der Unterricht an den Schulen durchaus unterschiedlich beginnt. Es sind auch die Mädchen und Jungen aus anderen Kommunen zu berücksichtigen, die sehr viel früher in einen Bus steigen müssen. Da lässt sich nicht folgenlos einfach mal etwas verlegen, weil die Kinder und Jugendlichen entweder früher raus müssen und/oder spät nach Hause kommen in Zeiten der Ganztagsschule und des Nachmittagsunterrichtes. Letztlich ist die Schülerbeförderung auch eine Kostenfrage.

Einer Ausweitung des Schülerspezialverkehrs, der zu Unterrichtsbeginn und -ende die Kinder transferiert, kommt laut Marx nicht in Frage, weil die Schüler aus anderen Kommunen dann bereits um 7.35 Uhr in Jülich wären und zu lange warten müssten. Einige – er nannte das Beispiel Jackerath – müssten zudem um 6.50 Uhr in den Bus steigen.

Nach Gesprächen mit dem RWE (Regionalverkehr Euregio Maas-Rhein) und dem Aachener Verkehrsverbund favorisiert die Stadtverwaltung die Schülerbeförderung über den ÖPNV. Marx: „Die bestehenden Linien können zum Schulzentrum geführt werden.“ Die Kapazitäten seien nach Angaben der Verkehrsbetriebe vorhanden. Insgesamt sei das die schnellste Beförderungsmöglichkeit.

Die Kosten pro Schuljahr betragen etwa 107.000 Euro. Bei Sekundar- und Realschule erfordere das künftig einen Unterrichtsbeginn um 8 Uhr, während die letzten Schulstunden um 13 Uhr, 13.55 und 15.35 Uhr endeten. Die Details werden mit den Schulverantwortlichen noch im Dialog geklärt, wie Marx erklärte.

Kinder, die mit der Rurtalbahn zur Schule nach Jülich anreisen, können das wie bisher. Sie haben, so der Schulamtsleiter, die Chance, in den Linienverkehr zum Schulzentrum einzusteigen – oder bis zum Nordbahnhof zu fahren. Von dort sei die fußläufige Entfernung zur Linnicher Straße „zumutbar“. Diese Lösungen und Vorteile gelten laut Gert Marx für die überwiegende Mehrheit. Er räumte ein: „Es werden immer ein paar übrig bleiben, die keine schöne Situation vorfinden.“

Wenn die Schülerbeförderung ab Sommer über die Buslinien erfolgt, dann hat das auch einen positiven Nebeneffekt: das Jülicher Nordviertel wird an den Öffentlichen Personen Nahverkehr angebunden. Haltestellen soll es in der Nord- und in der Artilleriestraße geben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert