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Licht- und Schattenspiel: „Faust“ im Glasmalerei-Museum

Letzte Aktualisierung:

Linnich. Als Licht- und Schatten-Schauspiel präsentiert das Theater der Dämmerung am Donnerstag, 27. November, im Glasmalerei-Museum Johann Wolfgang Goethes „Faust – Der Tragödie erster Teil“.

Das zeitlose Drama um Gut und Böse wird hier als Schattentheater mit Scherenschnittfiguren aufgeführt. Der Erzähler Friedrich Raad kehrt mit seinem Schattentheater, dessen Figuren zum Teil mit Emaillefarbe auf Folie gemalt wurden, für eine neue Aufführung an das Glasmalerei-Museum zurück. Fast alle Rollen werden von Friedrich Raad live mit Headset gesprochen.

Eigene Assoziationen

Die Inszenierung des Theaters der Dämmerung unterstützt den Zuschauer dabei, seine eigenen Assoziationen zu entwickeln und setzt doch markante Akzente: Neben dem die Inszenierung dominierenden klassischen Schattenspiel mit spätmittelalterlichen Figuren und Bühnenbildern (Innenbilder in Schwarz-Weiß, Landschaften in Farbe) werden einige komödiantische Szenen auch vor der Leinwand gespielt.

Erdgeist, Hexenküche und Walpurgisnacht werden mittels Diaüberblendungen dargestellt. Das Theaterstück ist für Erwachsene sowie Jugendliche ab 14 Jahren gedacht. Die Aufführung wird unterstützt vom Förderverein Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich.

Einlass ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro, ermäßigt 13 Euro, an Abendkasse 17 Euro, ermäßigt 15 Euro. Die Karten sind ausschließlich im Deutschen Glasmalerei-Museum erhältlich.

Weitere ausführliche Infos und Bilder gibt es auf der Webseite des Theaters der Dämmerung: http://www.theaterderdaemmerung.de/faust.html Inhalt.

Es sind sehr weitreichende und schwer zu beantwortende „letzte“ Fragen um Liebe, Wahrheit, Willensfreiheit, Verantwortung, Gut und Böse, die Goethe in seinem Faust berührt.

Mag ein Mensch auch eine hohe gesellschaftliche Position und Anerkennung erreicht haben, ohne Liebe und menschliche Nähe ist sein Leben Doch sinnlos und leer. Dies empfindet der frustrierte intellektuelle Faust – nachdem ihn auch der beschworene Erdgeist zurückgestoßen hat – mit tiefer Verzweiflung. Rettet ihn die Erinnerung an seine gläubige Kindheit vor dem Freitod, so ergreift er mit kühlem Verstande die Gelegenheit, die sich ihm durch den Pakt mit dem Teufel bietet. Mephisto will dem alle Lebenswerte verfluchenden Faust alle irdischen Wünsche erfüllen. Dafür soll Faust, den sein Seelenheil im Jenseits nicht kümmert, ihm eben „drüben“ dienen.

Wonnen und Qualen

In der Hexenküche wird aus dem alten Gelehrten ein stürmischer Jüngling. Faust verliebt sich in Gretchen, erlebt alle Wonnen und Qualen der romantischen Liebe, verführt sie, schwängert sie und lässt sie sitzen. Faust erweist sich als unreif und egozentrisch. Er will das als Gelehrter nicht gelebte Gefühlsleben nachholen und verstrickt sich in immer tiefere Schuld. Gretchens Mutter stirbt an einer Überdosis Schlafmittel. Im Duell tötet Faust mit Mephistos Hilfe Gretchens Bruder Valentin. Er flieht vor Blutbann und Liebesenttäuschung und wird von Mephisto in abgeschmackten „Walpurgis-Zerstreuungen“ abgelenkt.

Als Faust schließlich zurückkommt, findet er Gretchen in tiefstem Elend: Gesellschaftlich geächtet hat sie ihr gemeinsames Kind nach dessen Geburt ertränkt und wartet nun im Kerker auf ihre Hinrichtung.

Fausts Liebe zu Gretchen flammt wieder auf, und er will sie befreien. Doch Gretchen will kein mit Hilfe des Teufels gerettetes, aber in Schuld verstricktes Leben und übergibt sich dem Gericht Gottes.

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