Lich-Steinstraß - Lich-Steinstraßer Marienkapelle hat neues Dach

CHIO-Header

Lich-Steinstraßer Marienkapelle hat neues Dach

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:
7321989.jpg
Alfred Heyden (v. r.), Präfekt der Bruderschaft, mit den Sponsoren Jürgen Kremer, Guido Tirtey und Jörg Breuer, die die Wiederherstellung der Dacheindeckung am Marienkapellchen ermöglicht haben. Foto: hfs.

Lich-Steinstraß. „Endlich können wir uns wieder an unserem Marienkapellchen erfreut.“ Das sagt Alfred Heyden aus Lich-Steinstraß, seit fünf Jahren Präfekt der Bruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes zu Heimbach.

Zu ihren Ehren wurde vor vielen Jahren ein Heiligenhäuschen mit dem Bild der Gottesmutter in Lich-Steinstraß errichtet. Liebevoll erbaut und eingerichtet, wurde es im vergangenen Herbst von zwielichtigen Zeitgenossen aufgesucht.

„Ich verstand damals die Welt nicht mehr, mittlerweile wird auch nicht mehr vor sakralen Gegenständen halt gemacht“, macht Alfred Heyden auch heute noch seinem Ärger Luft. Denn über Nacht hatten Gauner die komplette Kupferblech-Eindeckung demontiert. Der Schaden lag bei rund rund 550 Euro.

Da die Bruderschaft – jedes Jahr pilgern die Mitglieder in der zweiten Juliwoche nach Heimbach, wo zu Ehren der Mutter Gottes eine Oktav stattfindet – nicht über eigene finanzielle Mittel verfügt, war sie auf Sponsoren angewiesen. Die fanden sich: Holz Tirtey-von den Hoff in Jülich und Dachdeckerbetrieb Jörg Breuer in Koslar. „Die haben gar nicht lange überlegt, sondern sofort zugesagt, als ich meine Bitte um Hilfe ausgesprochen habe“, lobte Heyden das Engagement von Guido Tirtey, Jürgen Kremer und Jörg Breuer.

Während die beiden Erstgenannten das Material – Verbretterung und Zinkblech – zur Verfügung stellten, übernahm Meister Breuer die Arbeitsleistung. Das Resultat kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. „Wir von der Bruderschaft können nur noch ganz herzlich danken“, meinte Alfred Heyden vor Ort.

Im Inneren der Kapelle gefindet sich eine steinerne Pieta, die die Mutter Gottes mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus darstellt. „Es ist das gleiche Bildnis wie in der Pfarrkirche in Heimbach“, sagt der Lich-Steinstraßer Präfekt.

Am 11. Juli startet die Bruderschaft bereits um 5 Uhr mit einer Messe zum 50 Kilometer langen Pilgerweg nach Heimbach zum Kloster Mariawald der Trappisten. Unterbrochen von einer kurzen Kaffeepause in Arnoldsweiler und einer etwas ausgiebigeren Mittagsrast in Drove erreichen die 40 Pilger, die sich angemeldet haben, nach strammem Marsch gegen 17.30 Uhr das Pilgerziel.

„Dort werden wir dann vom Pfarrer erwartet, anschließend findet die Pilgermesse statt“, sagt Alfred Heyden, der diesmal zum 33. Mal mitpilgern wird. Ob in diesem Jahr der aktuelle „Rekordteilnehmer“ Josef Schmitz – die diesjährigen Pilger sind zwischen 13 und 75 Jahre alt – dabei sein kann, steht allerdings noch nicht fest. „Er möchte wieder mitgehen“, berichtet Heyden über den Welldorfer, der sich dann zum 41. Mal der Bruderschaft anschließen würde.

Zurückerwartet werden die Lich-Steinstraßer am Sonntagabend gegen 18 Uhr, um anschließend den Abschlusssegen in der Kirche St. Andreas und Matthias zu empfangen. „Für alle, die diese Pilgerreise schon einmal mitgemacht haben, ist jede Teilnahme ein gelebtes Stück Glauben“, betont Alfred Heyden.

Die Bruderschaft feierte im Jahre 2000 ihr 150-jähriges Bestehen. Gerade einmal 25 Jahre alt ist das Marienkapellchen, das während der Umsiedlung von Alt-Lich-Steinstraß umgehend im neuen Ort errichtet worden war .

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert