Land unter nach Platzregen in Jülich

Von: ojo
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Was bleibt, ist jede Menge Schlamm. So schnell, wie sich der Dorfplatz in Bourheim mit asser füllte, so schnell verschwanden die Fluten wieder, hinterließen aber die braune Schlammschicht. Foto: Horrig

Jülicher Land. Das Regenradar ließ ahnen, dass da mächtig viel Wasser auf die Region zukommt – und die Ahnung trog nicht. In wenigen Minuten ergossen sich wahre Sturzbäche aufs Jülicher Land und riefen Feuerwehren, THW und Bauhöfe zum Großeinsatz auf den Plan.

Straßen verwandelten sich in Wasserläufe, Plätze und offene Flächen in Seen, und die Zahl der Keller, die voll Wasser liefen dürfte sich erst im Nachhinein wirklich erfassen lassen.

Komplette Wehr im Einsatz

Besonders schlimm betroffen war die Gemeinde Aldenhoven. Die komplette Wehr rückte aus, um der Fluten Herr zu werden. Die Industriestraße stand buchstäblich unter Wasser, ebenso ein ausgedehnter Abschnitt der L136. Vorsorglich wurde im Kreisverkehr unmittelbar hinter der Autobahnabfahrt die Einfahrt in den Kernort wie auch die B 56 Richtung Heinsberg gesperrt. In Engelsdorf, immer Krisengebiet bei Platzregen, ergossen sich die Schlammfluten in den Ort.

Einen halben Meter hoch

Im Jülicher Stadtgebiet hatte es Bourheim und Koslar besonders kalt erwischt. Auf dem Bourheimer Dorfplatz versanken die Autos einen halben Meter tief ins Wasser, und in Koslar kämpften Bauhof und Feuerwehr gegen Wasser und Schlamm, die sich von den Hängen oberhalb des de Nickel-Schuppens in den Ort wälzten.

Ebenfalls Land unter hieß es auf der Autobahn 44. Richtung Aachen ging es bis in den Abend hinein nur einspurig.

In eine Seenplatte verwandelte sich das Lindenrondell am Brückenkopf-Park. Kurzfristig standen die Fahrzeuge auf dem Wohnmobilplatz mit den Reifen im Wasser. Vor der so plötzlich auftretenden Wassermassen mussten gebietsweise auch die Kanäle kapitulieren. Auch hier war die Gemeinde Aldenhoven am ärgsten betroffen. Dort sprudelte das Wasser aus den Gullis.

Das einzig Erfreuliche an der nassen Naturgewalt: Bei den kreisweit rund 200 Einsätzen der Wehren – mit Schwerpunkt Aldenhoven-Jülich – wurde nach den Erkenntnissen der Kreisleitstelle in Stockheim niemand verletzt.

Wie schon bei dem Unwetter am Pfingstmontag zeigte sich erneut eine klare Abgrenzung des Schadenskorridors. Während das Unwetter nach Westen besonders wütete, blieb es in den östliche Bereichen der Region, beispielsweise in Weldorf-Güsten nahezu ruhig.

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