Welz - Kunstschmied Peter Naida sucht Betriebsnachfolger

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Kunstschmied Peter Naida sucht Betriebsnachfolger

Von: Kr.
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Sein Wissen und sein Werkzeug würde Meister Peter Naida gerne an einen interessierten Metallgestalter weitergeben Foto: Kròl

Welz. Sein Alter und die Gesundheit machen es Peter Naida unmöglich, seiner großen Leidenschaft weiter nachzugehen. Überall finden sich in seinem Haus aber noch die großen und kleinen Kunstwerke, die er im Laufe seines Lebens aus Metall geschaffen hat.

1934 geboren, absolvierte er zunächst eine Lehre als Dreher, anschließend eine Ausbildung zum technischen Zeichner. Es folgten einige Jahre der Wanderschaft durch Kanada und Nord- und Südamerika, um sein berufliches Wissen zu vertiefen.

Ein Jahr in Florenz

1967 begann er dann ein Studium an der Werkkunstschule Aachen, das er als graduierter Designer abschloss. Nun zog es ihn ein Jahr nach Florenz, dem er ein weiteres Jahr an der Kölner Werkschule anschloss.

1974 legte er außerdem die Meisterprüfung für das Schlosser und Schmiedehandwerk ab und machte sich als Kunstschmied und Metallgestalter selbstständig. Türblätter für Kirchen waren nur einige der Kunstwerke, die er schuf. In der Kirche St. Martinus stammen von ihm die Plaketten neben dem Friedensfenster, das der Alsdorfer Künstler Prof. Ludwig Schaffrath (Alsdorf) mit zahlreichen in Weiß und Grau gehaltenen Prismen gestaltet hat.

Freundschaftsstiftung

Das Fenster wurde von amerikanischen, englischen und deutschen Kriegsteilnehmern gestiftet. Es erinnert an die geschlossene Freundschaft zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern, die 1944/45 Monate lang an der Rurfront gegeneinander gekämpft haben.

Die Plaketten zeigen die Wappen der Divisionen, die damals an der Schlacht am Hubertuskreuz beteiligt waren.

Naidas Spezialgebiet waren Kupfertreibarbeiten. Hier hatte er ein besonderes Verfahren entwickelt, Gefäße aus Metall zu treiben, die in einem Stück gefertigt sind. Dieses Wissen und das nötige Handwerkszeug würde er nun gerne, da ihm die Kräfte schwinden, an jemanden weitergeben, der diese kunsthandwerkliche Tradition fortsetzen will.

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