Kunst in Jülich: Werke von Bonifatius Stirnberg

Von: brit
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Erwin Klein (l.) und Bonifatius Stirnberg gaben in einem unterhaltsamen Dialog einen interessanten Einblick in das umfangreiche Schaffen des Künstlers. Foto: B. Sylvester

Jülich. Ein gut gekühltes Getränk zur Begrüßung und überall gut gelaunte Menschen in reger Unterhaltung – fast hätte man meinen können, Georg und Marita Loven hätten zur Party geladen. Genau betrachtet erwies sich dieser Eindruck denn auch als nicht ganz falsch.

Am Samstag Abend zelebrierte Loven gemeinsam mit dem Künstler Bonifatius Stirnberg den letzten Tag einer gut besuchten Ausstellung in der „Galerie an der Zitadelle“. Dieser Erfolg ist sicherlich nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass sich Stirnbergs Arbeiten in Jülich einer gewissen Bekanntheit und Beliebtheit erfreuen. Sowohl Muttkrat-Brunnen als auch Glockenbaum stammen aus seiner Werkstatt.

Einblicke in Stirnbergs Schaffen

Erwin Klein, langjähriger Weggefährte, Stammtischbruder und Autor eines Buches über Stirnbergs Arbeiten, war für den offiziellen Teil zuständig und gab in einer kurzen Ansprache ein paar detailliertere Einblicke in das umfangreiche Werk Stirnbergs. In launigen Worten beschrieb Klein etwa, wie aus einer Idee zunächst ein Miniatur-Modell, später dann ein tönernes Exemplar und schließlich die fertige Bronze-Skulptur wird.

Prüfend wanderte der Blick zum anwesenden Künstler hinüber, „Stimmt doch, Bonifatius, oder?“ Ähnlich gestaltete Klein auch den Rest seiner Rede, die so mehr zum Dialog geriet und die zahlreich erschienenen Gäste bestens unterhielt.

Puppenbrunnen im Fokus

Schmunzelnd verriet Buchautor Klein dem Finissage-Publikum einige wissenswerte Fakten, unter anderem zum Aachener Puppenbrunnen. Der Hahn, der hoch oben auf dem Brunnen thront, erhält je nach Gusto des Stadtführers unterschiedlichste Bedeutungen zugesprochen, dabei stammt das Federvieh schlicht aus Stirnbergs Fibel. „Wir durften den Hahn ausmalen und das hat mir gefallen“, fügt der Künstler mit einem verschmitzten Lächeln hinzu.

Eine Diashow mit Bildern von Germaine Stirnberg – die Tochter des Bildhauers ist Fotografin und hat auch die Aufnahmen für Kleins Buch beigesteuert – flimmerte im Hintergrund über die Wand und illustrierte so den unterhaltsamen Vortrag.

Bei Wein und Käse gab es abschließend noch Gelegenheit, mit dem Künstler selbst, seinem „Laudator“, dem Gastgeber oder der Fotografin zu plaudern und vor allem aber, noch einen letzten Blick auf die bronzenen Kunstwerke zu werfen. Besonders beliebt, nicht nur bei den jüngeren Besuchern, sind dabei natürlich die beweglichen Exemplare, die sogar angefasst werden dürfen.

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