Kultursommer mit einer Reise durchs grüne Äthiopien

Von: Kr.
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Von ihren Reiserlebnissen berichteten Iris und Dr. Peter Friedrich. Foto: Kròl
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Elsa Fikru bereitet den Kaffee so zu, wie es in ihrem Land Sitte ist.

Linnich. Es liegt nun schon einige Jahre zurück, dass Dr. Peter Friedrich und seine Ehefrau Iris die Königswürde bei der Linnicher Schützengilde errangen und die Gesellschaft bei der Bronk repräsentierten. Viele gute Wünsche begleiteten damals das Königshaus und auch so manches Geldgeschenk ging ein, welche das Königspaar aber nicht für sich verwenden wollte.

Einem guten Zweck sollte die stattliche Summe diesen, die da zusammengekommen war. Über die in Linnich geborene Journalistin Carola Frentzen, die auch etliche Jahre freie Mitarbeiterin bei unserer Zeitung war und heute als Auslandskorrespondenten in Addis Abeba tätig ist, hatten das Ehepaar, wie viele andere Linnicher auch, Kontakt zu Hilfsorganisationen in diesem afrikanischen Land. Dorthin sollte auch das Geld fließen.

Zum einen wollten die Eheleute Friedrich die Delchibo Full Cycle Elementary School in Bahir Dar und den Kindu Trust in Gondor unterstützen. Über London wurde das Geld überwiesen und im November 2011 machte das Ehepaar sich auf, um Äthiopien selbst zu besuchen und zu sehen, was mit ihren Spenden erreicht worden war.

Damals berichteten sie auch im kleinen Kreis von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Immer wieder sind sie seither angesprochen worden, ihren Reisebericht noch einmal vorzutragen. Dieser Bitte kamen sie im Rahmen des Linnicher Kultursommers nach. Im Pfarrgarten der evangelischen Kirchengemeinde trafen sich all jene, die mit den Eheleuten in Gedanken diese Reise unternehmen wollten. Die Temperaturen waren dort fast so hoch wie in dem afrikanischen Land. Wenn man den Garten betrat, duftete es schon herrlich nach Kaffee und exotischen Gewürzen.

Elsa Fikru, eine in Linnich lebende Äthiopierin, bereitete dort nach der Sitte ihres Landes Kaffee zu, in dem sie ihn frisch röstete, im Mörser zerstampfte und dann aufbrühte. Dazu gab es gesalzenes Popcorn. Sie und einige andere ihrer Landsleute hatten außerdem einige Speisen vorbereitet.

Doch zunächst berichteten einmal Dr. Peter und Iris Friedrich von ihren Erlebnissen. Von Adis Abeba aus war ihre Reise zunächst zur Schule nach Bahir Dar gegangen. Von dort hatten sie die Quelle des Blauen Nils und den Tana-See besucht, um weiter nach Gondor zu reisen. Die Letzte Station ihrer Tour war Lalibela, eine Stadt der Kirchen, die allesamt aus dem Tuffgestein herausgeschlagen wurden.

Die Gastfreundschaft, die Lebensfreude, Bescheidenheit und auch die Frömmigkeit – der Großteil der Menschen in dem riesigen Land gehören der äthiopisch-orthodoxen Religion an – hatten die Reisenden am meisten beeindruckt.

Da die Eheleute den Norden bereisten, lernten sie ein ganz anderes Äthiopien kennen, als allgemein gedacht wird. Statt Hitze, Dürre, Sand und Armut sahen sie grüne Landschaft, Seen und viel Kultur. Sie schwärmten von den monumentalen Bauwerken in der alten Königsstadt Gondor und in Lalibela, den Mönchsklöstern am Tana-See und immer wieder von den Menschen.

Einen besonders herzlichen Empfang bereiteten ihnen die Kinder der Grundschule in Bahir Dar sowie im Kinderheim in Gondor. Sie sahen auch den Luxus in Adis Abeba und im Gegensatz dazu die Armut direkt nebenan. Im Anschluss an den Vortrag wurden die Eheleute noch ordentlich mit Fragen gelöchert.

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