Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Kulturbahnhof: Neue Treppen oder neuer Eingang

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
13554480.jpg
Die Treppen vor dem früheren Bahnhofshaupteingang sind ein Sanierungsfall. Sie werden entweder erneuert – oder entfernt und durch Betonquader ersetzt. Foto: Uerlings

Jülich. Die Haupteingangstüren des früheren Jülicher Bahnhofs haben ihre Funktion vor über 20 Jahren verloren. Als aus dem Komplex der Kulturbahnhof wurde, gab es in der Stadt eine Diskussion über möglichen Lärm. Die direkte Folge war, dass der KuBa-Eingang zur Seite wanderte.

Die drei Bahnhofstüren sind seitdem eigentlich nur noch Zierrat, aber eben auch ein vertrauter Anblick. Die Fensteröffnungen werden bleiben, wenn die Stadt einen davor liegenden Sanierungsfall beseitigt: die rund 22 Meter breite Treppenanlage. Vielleicht verschwinden aber die Stufen davor. Das sieht zumindest eine von zwei Lösungsideen der Verwaltung vor. Sie würde ersetzt durch eine Betonquader-Reihe, um die Optik und Sitzgelegenheiten vor dem alten Haupteingang zu erhalten.

Entschieden ist das noch nicht. Die Pläne wurden aber in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Bauen beraten. Das Meinungsbild war noch uneindeutig und wird bei den Haushaltsberatungen deutlich werden.

Der Quader-Vorschlag hätte einen weiteren wichtigen Aspekt: Der seitliche KuBa-Eingang würde umgestaltet und deutlich vergrößert, da er heute mitunter recht eng ist. Besucher der für Jülich enorm wichtigen Kultureinrichtung haben den „Stau“ vor allem beim Verlassen des Bahnhofs alle schon einmal erlebt. Vielen Nichtrauchern dürfte es eher unangenehm sein, wenn sie sich nicht nur durch Menschen-„Knubbel“, sondern auch Rauchschwaden kämpfen müssen. Hochbauamtsleiter Leo Heuter erklärte im Fachausschuss, dass der KuBa-Eingangsbereich von der Rampe an so umgestaltet würde, dass ein „großzügiger Platzcharakter“ entsteht, indem eine Art Plattform nach vorn gebaut werde. Die würde dann bis zum heutigen Beet reichen.

Das alles gehört zum aufwendigeren Vorschlag 2, der außerdem die Erneuerung einiger (Holz-)Fenster enthält und – natürlich – auch die höheren Kosten verursacht: etwa 112.000 Euro.

Sanierungsvorschlag 1 sieht den Abriss der alten Treppe vor, die 1:1 durch eine neue ersetzt würde. Auch hier möchte die Verwaltung einige der alten Fenster (aus den Jahren 1955 und 1995) ersetzen, weil durch den Abriss der Treppe ohnehin Anpassungen am Mauerwerk notwendig sind. Die Kosten hierfür werden auf rund 80.000 Euro taxiert.

Leo Heuter favorisiert die etwas teurere Lösung: „Das neue Konzept wäre eine Aufwertung, meinen wir.“

Das sieht auch Cornel Cremer, Geschäftsführer des Kulturbahnhofs, so: „Ich favorisiere die Lösung mit einem neuen Eingang, wenn die auch leider teurer ist.“ Der Fachmann hat dafür neben der bekannten Enge ein weiteres Argument: „Viele, die zum ersten Mal zu uns kommen, finden den Eingang zuerst nicht.“ Der liegt eben seitlich versteckt.

Der Fachausschuss hat sich noch nicht festgelegt. Erich Gussen (CDU) stellte grundsätzlich klar: „Wir sind bereit, etwas zu machen.“ Darüber sei aber noch zu beraten. Eva-Maria Kolonko-Hinssen konnte sich mit dem Gedanken an einen großzügigeren Eingang durchaus anfreunden. Martina Gruben (SPD) findet es wichtig, dass der optische „Charakter“ des Haupteingangs „ruhig erhalten bleiben darf“. Bei einer vorgezogenen Quaderreihe habe der Regenschutz keine Funktion mehr.

Die Entscheidung fällt bei den Haushaltsberatungen im Frühjahr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert