Aldenhoven - „Kreishaus light“ Jülich: Kritik aus Aldenhoven

„Kreishaus light“ Jülich: Kritik aus Aldenhoven

Von: -gep-
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Aldenhoven. Für „nicht nachvollziehbar“ hält der Aldenhovener Bürgermeister Lothar Tertel die Pläne des Kreises, die Präsenz der Jobcom auf Düren und Jülich zu konzentrieren und in Aldenhoven nicht einen dritten Standort einzurichten. Die Merzbach-Gemeinde sei die Kommune mit der drittgrößten Dichte an Bedarfsgemeinschaften nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II. Es sind etwa 650.

Und es sei „nicht das Optimum“, wenn Leistungsempfänger aus Engelsdorf oder Schleiden mit dem Bus zu ihrem Berater in Jülich fahren müssten. Was das ab Januar 2015 von Landrat Wolfgang Spelthahn geplante „Kreishaus light“ in Jülich allgemein betreffe, müsse er feststellen, dass dort „nicht 100 Prozent der Leistungen“ der Behörde angeboten werden würden.

Im Aldenhovener Rathaus arbeiten sechs Jobcom-Beschäftigte. Der Kreis hat den entsprechenden Vertrag zum Jahreswechsel gekündigt. Tertel mit Blick auf den Starttermin für das „Kreishaus light“: „Über eine Änderung des Vertrags werden wir reden müssen.“

„Unverständlich“ ist für den Bürgermeister, dass der Landrat in Jülich eine private Immobilie anmieten will. „Damit wird der kommunalen Familie Geld entzogen.“

Der Kreis zahlte für die Unterbringung der Jobcom-Mitarbeiter bisher 37.500 Euro. Die Kosten für die Herrichtung der Büros hatte die Gemeinde mit etwa 32 000 Euro beziffert.

Nach dem Abzug der Jobcom stehen im Aldenhovener Rathaus 17 Räume leer, zumal sich in den letzten Jahren die Zahl der Bedientesten von 51 auf 36 reduziert hat. Ein Abriss des nicht sanierten Seitentraktes, in dem sich nur noch der Sitzungssaal befindet, schließt Tertel wegen „enormer Kosten“ nahezu aus, da unter anderem der Keller ein Bunker ist.

„Theoretisch“ könne laut Bürgermeister die zweite Etage des teilsanierten Hauptgebäudes komplett geräumt werden. Man werde jetzt Alternativen prüfen müssen. Dazu gehört auch die komplette Aufgabe des Rathauses und der Umzug in eine andere kommunale Immobilie, wie im Gemeinderat schon einmal geäußert.

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