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Krankenhaus: Jülicher SPD fordert endlich Klarheit

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Jülich. „Die Hängepartie für das Jülicher Krankenhaus muss endlich ein Ende haben.” Das fordert die Jülicher SPD-Stadtratsfraktion in einer Stellungnahme zu den Veröffentlichungen unserer Zeitung vom 31. Dezember.

In der letzten Ausgabe des alten Jahres hatte unsere Zeitung eine Einstweilige Verfügung öffentlich gemacht, die der Kreis Düren beim Amtsgericht Jülich gegen die Übernahme des Hospitals durch die Caritas Trägergesellschaft West (ctw) von den Maltesern erwirkt hatte.

Die SPD fordert von den Verantwortlichen im Kreis Düren, „endlich Klarheit zu schaffen, damit für die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere für die Patienten und Beschäftigten des Jülicher Krankenhauses Gewissheit über ihre Zukunft besteht”. Mit Unverständnis reagieren die Genossen auf das juristische Geplänkel, das jetzt in der vom Kreis erwirkten einstweiligen Verfügung gipfelt.

„Das Thema Übernahme des Jülicher Krankenhauses ist bereits seit Monaten relevant. Es kann nicht sein, dass der Landrat seit dem Sommer die Übernahme des Krankenhauses prüfen lässt und damit alle Beteiligten bis heute nicht wissen, woran sie wirklich sind”, so Fraktionsvorsitzender Harald Garding. Das Thema hätte spätestens auf die Tagesordnung der letzten Kreistagssitzung am 15. Dezember gesetzt werden müssen.

„Was immer noch zu prüfen ist”, sei der Bevölkerung genau so unklar wie die bisherigen unverbindlichen Aussagen des Landrats zu dem Thema, schreiben die Genossen. Spelthahns Aussagen hätten mehr zur Verunsicherung, denn zur Richtungsweisung beigetragen.

„Der Imageschaden für das Krankenhaus ist bereits jetzt beträchtlich”, meint denn auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helma Borowski und fordert vom Kreis Düren eine klare Aussage zur Zukunft des Jülicher Krankenhauses.

Auch für sie ist völlig rätselhaft, warum der Landrat nicht aus den Pantoffeln kommt. Sie sieht Ähnlichkeiten zu vielen anderen Projekten wie dem Schwimmzentrum in Jülich, zu dem man auch lange Zeit keine oder nur spärliche Informationen erhält.

Die Jülicher Sozialdemokraten abschließend: „Der Kreis mag entweder die Übernahme durch die CTW anerkennen oder sich selbst verbindlich zu einer Übernahme äußern, für den letzteren Fall mag der Landrat dokumentieren, wie der Kauf finanziert werden soll. Die Entscheidung ist längst überfällig.”
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