Kräftige Brise Copacabana weht im KuBa

Von: ptj
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Tolle „Copa Kubana“-Show mit der Vocalwerkstatt im Kuba. Rechts im Hintergrund ist der erstklassige Solist und Begleitmusiker Bernhard Gerards zu sehen. Foto: Jagodzinska

Jülich. Wer noch nie an der bekanntesten Meerespromenade der Welt war, stellt sich die Copacabana so vor, wie bei der „Copa Kubana“-Show im Kulturbahnhof Jülich erlebt: Gute Laune, Musik und Tanz in sommerlicher Hitze, bunte Kleidung und coole Drinks. Die sommerliche Hitze war ein glücklicher Zufall, der ganze Rest eine tolle Inszenierung.

Vor genau einem Jahr hatten die Initiatoren der Stadt Jülich das Projekt Vocalwerkstatt einstimmig beschlossen, jetzt versetzten die rund 40 singbegeisterten Damen und Herren des Projektchores die Zuschauer im bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal des KuBa das Publikum mächtig in Urlaubsstimmung. Bevor die mitreißenden Titel aus Samba, Soul, Rock, Pop und Jazz unter Leitung von Martin te Laak zu hören waren, machten Tanzpaare aus dem Mittwochstanzkurs der Jülicher Salsa-Gruppe Appetit auf professionellen Tanzunterricht.

Moderator und Choreograph Daniel Genreith aus dem Tanzstudio Nina Romm, der bereits seit Jahren mit Martin te Laak zusammenarbeitet, probte indes mit dem Publikum „absoluten Applaus, Ausraster und Stampfen“ ein, um der Vocalwerkstatt in ihrem ersten Sommerkonzert das Lampenfieber zu nehmen. Die Zuhörer lernten schnell, doch ihre Begeisterungsstürme waren echt. Haupttitel war natürlich das schwungvolle „Copacabana“ in entsprechender Disco-Manier.

Für Begeisterungsstürme sorgte ferner die Pop-Ballade „I believe I can fly“, im Wechsel zwischen Sopran-Solo und Chor zu Gehör gebracht, oder „Moon River“. Hier imitierten die Chormitglieder durch Fingerschnippen und auf-die-Schenkel-Klatschen täuschend echt einsetzenden Regen, der auf die Dächer niedertröpfelt. Damit war auch das Element Wasser von der Copacabana ins Konzert integriert.

Ein gekonntes Zwischenspiel bot der 19-jährige Allrounder Bernhard Gerards, der im Jülicher Land längst kein Unbekannter mehr ist und mit seinem ans Herz gehenden Song „This is me“ direkt auf die Bühne des Stawag Music Awards 2013 zieht. „Du gehörst mir“ ist die Standardaussage des Songs, der zum Lieblingstitel des regionalen Publikums avanciert ist. Klasse war auch sein zweites Stück aus eigener Feder „Get higher“, ein Gute-Laune-Song mit Bassdrum-Effekt und betont abgestoppten Schlagrhythmen auf seiner Gitarre. Sein Publikum war restlos begeistert.

Afrika-Thema

Die nächste Runde gestaltete sich betont heiter. Genreith startete mit einem Small-Talk über Flugangst, der sich zu einem Afrika-Sketch im Safari-Look mit Koffern auf der Bühne und Begleitung durch „Reiseleiter“ Martin te Laak entwickelte. Mit dem Bewegungsspiel „Simama kaa ruka ruka“, was soviel heißt wie „Aufstehen, setzten hüpfen, hüpfen“, brachte Genreith das ohnehin nicht frierende Publikum mächtig in Wallung. Sogleich nahm der Chor das Afrika-Thema auf, inzwischen aus dem argentinischen Outfit in ein afrikanisches geschlüpft. Bei Stücken wie „Urlaub in Südafrika“ (Sawobona Africa) oder dem „Vogellied“, beide von Maybebop, und natürlich dem „Waka Waka“ von Shakira waren neben dem Gesang auch Gestik, Mimik und tänzerische Bewegung der Vocalwerkstatt passgenau und sicher.

Gleichermaßen mitreißend waren auch in der zweiten Hälfte der Show Stücke wie „Greatest Love of All“ von Whitney Houston, „Joyful“ aus Sister Act oder die Sing-Tanz-Komination „Don‘t stop me now“ von Freddy Mercury. Am tosenden Applaus gemessen werden noch viele Sommerkonzerte folgen.

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