Koslarer Papierfabrik investiert Millionen

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Betriebsleiter Patrick Lennertz (r.) war stolz, Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel die schnellste Beschichtungsanlage Europas erklären zu dürfen. Foto: hfs.

Koslar. Die Zeiten sind vorbei, in denen davon gesprochen wurde, dass die Koslarer Papierfabrik dicht machen würde. Seit der Übernahme durch den Weltkonzern Mondi im Jahre 2006 mit damals 160 Mitarbeitern hat sich deren Zahl zwar halbiert, doch das Unternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen.

Grund genug für die Unternehmensleitung mit Sitz in Wien, Millionen-Investitionen zu tätigen. Zum Beispiel für eine Beschichtungsmaschine für selbstklebende Produkte, die jetzt als die schnellste in Europa offiziell in Betrieb genommen wurde.

„Mit unserem Angebot an Trägermaterialien, Silikonsystemen, Druck- und Ausrüstungsmöglichkeiten passen wir unsere Produkte genau an Ihre Anwendungen und Anforderungen an”, leitete Patrick Lennertz, Manager des Standoortes Koslar, die „Geburtsstunde” von BM 12, so die offizielle Werksbezeichnung, ein.

Ein Meilenstein in der so genannten Release-Liner-Geschichte. Denn mit rund 40 Metern Länge produziert die Anlage selbstklebende Folien in einer Breite von 2,40 Meter, womit die Koslarer in Europa ebenfalls konkurrenzlos sind. „Durch die neue Anlage haben wir jetzt an unserem Standort noch Kapazitäten frei. Im Jahre 2010 waren wir zu hundert Prozent ausgelastet”, erklärte Lennertz, ehe Maschinenführer André Romanjuc zusammen mit Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel und Europa-Manager Carsten Lange das obligatorische Band durchschnitten.

Da lief BM 12 schon mit Rekordtempo - in einer Minute werden 800 Meter Silikonpapier hergestellt, die eingespannte Papierrolle hat eine Länge von bis zu 20 Kilometern - produzierte Trägerbahnen, aus denen dann Klebebänder für die Autoindustrie, Etiketten, Umschlagpapier, Faserverbundstoffe, Dichtmaterialien oder einfaches Tesa-Film werden.
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