Koslar - Koslarer gratulieren ihrem Kardinal

Koslarer gratulieren ihrem Kardinal

Von: ptj
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Viele Gottesdienstbesucher nah
Viele Gottesdienstbesucher nahmen die Gelegenheit wahr, Malcolm Ragnith zu seiner Ernennung zum Kardinal persönlich zu beglückwünschen. Foto: Jagodzinska

Koslar. Nicht oft haben Gläubige die Gelegenheit, mit einem Kardinal Eucharistie zu feiern. Die Koslarer Pfarrangehörigen hingegen profitieren von einer alten Freundschaft mit seiner Eminenz, Malcolm Kardinal Ragnith, Erzbischof von Colombo, der Hauptstadt Sri Lankas.

Papst Benedikt der XVI. nahm den im August 2009 zum Erzbischof von Colombo ernannten Ragnith im feierlichen Konsistorium vom 20. November 2010 in das Kardinalskollegium auf. Wer aber einen leicht abgehobenen oder steifen Würdenträger vermutet, irrt gewaltig: Trotz Kardinalsstab und -mütze beim feiernden Einzug in St. Adelgundis erlebte die Gemeinde Seine Eminenz in der Heiligen Messe und im anschließenden Empfang als tiefgläubigen, einfachen und besonders herzlichen Seelsorger, der Herzen zu bewegen vermag.

In seiner Predigt wünschte Ragnith zunächst „allen ein schönes Kirmesfest”, Anlass seines Besuches. Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten stellte er die Wichtigkeit Christi Heimkehr zum Vater heraus: „Er (Jesus) will die ihm anvertraute Herde zurück in ihren Stall führen. Wir sind berufen, dem Herrn in seine himmlische Herrlichkeit zu folgen. Darin besteht unsere Hoffnung”, betonte der Kardinal.

Er erinnerte an die oftmals in Vergessenheit geratene Pfingstnovene, eine neuntägige Gebetsandacht zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten: „Die Kirche lädt uns ausdrücklich ein, die Gaben des Heiligen Geistes zu erbitten.” Ihr Ursprung liege „in der allerersten Novene der Apostel selbst mit Maria. Vor seiner Himmelfahrt hat Jesus seinen Jüngern diesen Beistand verheißen, den die Welt nicht geben kann”. Der Geist begleite die Kirche auf ihrem langen Weg zwischen dem ersten und zweiten Kommen Jesu mit ihren Sakramenten. „Unsere Liebe zu Jesus zeigt sich in der Treue zu seinem Wort. Liebe ist nicht beschränkt auf ein bloßes Gefühl”, betonte der Kardinal, der einige Jahre als Sekretär der Kongregation für Gottesdienst und Sakramentenordnung in der römischen Kurie wirkte. Konzelebranten waren Damian Fernando aus Sri Lanka und Neville Joe Perera aus Rom, die die gleiche Herzlichkeit verströmten. Bevor Ragnith die Kirche wieder verließ, kehrte er aus der Sakristei zum Gebet zurück.

Bei der Begegnung vor der Kirche schüttelte der Kardinal die Hände vieler Gratulanten, die ihn zu seiner Ernennung zum Kardinal beglückwünschten, und drückte viele Koslarer Christen an sich. Ohne Blick auf die Uhr ließ er sich mit Konzelebranten und Maigesellschaft ablichten und suchte den persönlichen Austausch beim Empfang im Pfarrheim.
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