Kooperation im Stadtrat mit Hindernissen

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
fischessenspdbu
Kurz hieß auch Hans Friedrich Oetjen (r.) die Genossen willkommen, überließ aber ansonsten seiner Stellvertreterin Marion Schunck-Zenker (4.v.rechts) den Hauptpart beim traditionellen Fischessen. Foto: Król

Gereonsweiler. Das Fischessen am Aschermittwoch hat beim SPD-Ortsverein Linnich schon eine lange Tradition. In der Gaststätte Pfingsten in Gereonsweiler trafen sich die Genossinnen und Genossen, um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Gleichzeitig wollten sie Erreichtes Revue passieren lassen und Ausblick in die Zukunft halten. Eingeladen waren in diesem Jahr turnusgemäß auch wieder die Parteifreunde des Unterbezirks. Begrüßt wurden die Gäste in diesem Jahr nicht wie gewohnt von ihrem Vorsitzenden Hans Friedrich Oetjen, der erst später dazukam.

Seinen Part übernahm seine Stellvertreterin Marion Schunck-Zenker. Sie ging auch detailliert auf die Arbeit im Rat der Stadt Linnich ein. Geprägt, so erklärte sie, wurde das Jahr von der Zusammenarbeit mit Bündnis 90/Die Grünen sowie der UWG PKL und dies, so meinte sie, sei ein Wechselbad der Gefühle gewesen.

Gut habe die Kooperation mit den Grünen stets geklappt, doch schwierig gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der PKL. Zwar habe man gemeinsam die Interkommunale Zusammenarbeit, zu deren Förderung die Verwaltung beauftragt wurde, auf den Weg gebracht und auch die Arbeitskreise zur Bildung eines Seniorenbeirates und eines Jugendparlaments sind auf einem guten Weg. Fristgerecht wurde der Haushalt verabschiedet und die Mittel aus dem KonjunkturpaketII seien sinnvoll verplant worden.

Doch zu oft, so merkte Schunck-Zenker kritisch an, sei man in die Ratssitzung gegangen, um erst in letzter Minute zu erfahren, wie der Kooperationspartner PKL abstimmen werde. Die stellvertretende Vorsitzende warf dem Partner sogar vor, Ideen, die gemeinsam ausgearbeitet worden seien und auf die man sich geeinigt habe, bei Dritten als eigene bezeichnet zu haben. Dieser Vorfall, so Schunck-Zenker, sei bezeichnend für die Zusammenarbeit gewesen. „Diese Erfahrung war nicht besonders schön. Solche Erfahrungen sind aber dazu da, dass man daraus lernt und es künftig besser macht”, schloss sie dieses leidige Thema.

In den Hintergrund trat die Auseinandersetzung mit den Erzrivalen von der Linnicher CDU. Schunck-Zenker: „In den vergangenen Jahren hatten wir an dieser Stelle immer viel über die CDU zu sagen. Das ist in diesem Jahr anders. Man hat den Eindruck die CDU findet zurzeit nicht statt”.

Abschließend dankte sie allen, die mit ihrer Arbeit den Ortsverein und den Unterbezirk tragen und stützen. Diesem Dank schloss sich auch Dietmar Nietan an, Unterbezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter. Er nahm die Gelegenheit war, sich zur Arbeit der SPD auf Landesebene zu äußern. Die Linnicher SPD habe man immer als verlässlichen Partner kennengelernt und hoffe auch weiterhin auf ihren Einsatz.

Dies könne schneller geschehen als gedacht, denn nach seiner Auffassung rücken Neuwahlen in NRW immer weiter in den Bereich des Möglichen. Er charakterisierte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als eine Politikerin, die die Zukunft gestalten wolle. Dies sei aber bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen nicht möglich. Solle die CDU sich wieder gegen den Haushalt sperren, der auf Zukunftsinvestitionen, vor allem im Bereich der Jugendarbeit angelegt sei, werde es zu Neuwahlen kommen, prognostiziert Nietan.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert