Konzert stimmt auf die Passionszeit ein

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
7375133.jpg
Musik zur Passionszeit: Der Frauenchor „ad libitum“ Selgersdorf (Foto), der Schulchor der Realschule Jülich und das Ensemble „PolyTon“ boten ein Konzert zur inneren Hinführung auf die Passion. Foto: Jagodzinska

Selgersdorf. „Wir wissen, dass wir nicht die Massen bewegen können“, begrüßte Pastor Peter Jöcken die dennoch recht ansehnliche „auserwählte Schar“ Besucher, die sich in der Selgersdorfer St. Stephanus-Kirche eingefunden hatte. Im Rahmen der Reihe „Kirchenmusik Selgersdorf“ boten die Veranstalter „Musik zur Passionszeit“, die mit von Pastor Jöcken vorgetragenen kurzen Lesungstexten ergänzt und verbunden wurde.

In dieser Kombination ergab sich für die Zuhörer eine gute Gelegenheit, sich gedanklich intensiv zur Passion hinführen zu lassen.

Ergreifende Intensität

Am Programm beteiligt waren der Schulchor der Realschule Jülich, dem ein besonderer Dank galt, da er kurzfristig eingesprungen war, das Ensemble PolyTon, der Frauenchor „ad libitum“ Selgersdorf und an der Orgel Alexandra Oberhoff. In der Tradition klassischer Gospelmusik sang der von Alexandra Oberhoff geleitete Realschulchor zum Auftakt das von Sebastian Temple vertonte Gebet zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi „The Prayer of St. Francis“.

Die hellen klaren Stimmen bereiteten die Zuhörer auf die anspruchsvollen Beiträge des Ensembles PolyTon vor, das ganz besonders im Werk „Eli, Eli“ mit seiner ergreifenden Intensität die Passion fast körperlich spürbar werden ließ. Das Ensemble bot großartigen A-capella-Gesang. So wurde beispielsweise in den Stücken „So gehst du nun mein Jesus hin“ (Gottfried A. Homilius) oder „Herr, Deine letzten Worte“ (Max Reger) die jeweilige Stimmung einfühlsam und gleichzeitig eindringlich transportiert.

Der von Barbara Brüsselbach dirigierte „Projektchor für besondere Anlässe“ ad libitum hatte die „Missa puerorum“ von Josef Gabriel Rheinberger zum Vortrag in mehreren Passagen einstudiert. Man durfte auf die im Chorformat nicht oft zu hörende Interpretation gespannt sein. Gebannt lauschten die Zuhörer den liturgisch aufeinander folgenden Interpretationen des Kyrie, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei.

Das chorale Klangvolumen und die Reinheit der dazu beitragenden Einzelstimmen schufen eine würdige und besinnliche Stimmung im Gotteshaus. In kleineren Besetzungen wussten Barbara Brüsselbach, Maria Obendorf und Adelheid Jacobs-Sturm die tiefe Emotion der Passion sinnlich begreifbar zu machen. Realschülerin Jessica Kerner leitete mit einer Kyrie-Interpretation zum abschließenden Part über. Gemeinsam sangen alle Mitwirkenden das „Tantum Ergo“.

Die Zuhörer bedankten sich für das angenehm zusammengestellte Programm, das unaufdringlich eine nachhaltige Wirkung hinterließ, und für die großartige musikalische Qualität mit angemessenem Beifall.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert