Kommende-Wiederaufbau braucht „Hilfe von außen“

Von: zts
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Zuversichtlich äußerte sich Vorsitzender Guido von Büren (stehend) über weiteren Arbeiten zur Bestandssicherung der Kommende. Foto: Zantis

Siersdorf. Der Vorsitzende Guido von Büren äußerte sich auf der Jahreshauptversammlung des „Fördervereins Kommende Siersdorf“ zuversichtlich, dass die Bestandssicherung der Ordensburg voranschreitet, trotz einiger finanzieller Engpässe.

Mit den Fördergeldern für 2012/2013 besteht jetzt die Möglichkeit, einen ersten Bauabschnitt abzuschließen. Dazu gehört die Trockenlegung des Hauptgebäudes mit den Außentürmen. Im Zentrum für 2014 stehen der Kellerbereich und Sicherungsarbeiten an den Außenmauern.

Parallel zu den Bauarbeiten ist der gesamte Komplex für den weiteren Ausbau digital erfasst worden, so dass eine übersichtliche Vorausplanung gewährleistet ist. Auch für die vorgesehene Eigenleistung mit einem freiwilligen Bautrupp wurden erste Termine für den 14. und 21. Juni festgelegt.

Hierzu können sich über die Vereinsmitglieder hinaus freiwillige Helfer beim Vorstand melden. Die Aktionstage werden vom leitenden Architekten Eckehardt Kandler beaufsichtigt. Außerdem will der Verein schrittweise beginnen, den Wiederaufbau in der Öffentlichkeit weiter publik zu machen.

Nach der ersten Stufe erhofft man sich auch „weiteren Rückenwind“ mit zugesagten Fördermitteln für weitere Jahre. Laut von Büren „stößt das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins an Grenzen“ und er „ist auf Hilfe von außen angewiesen“.

Wie bekannt wurde, lässt ein Schreiben aus dem zuständigen NRW-Ministerium an den SPD-Landtagsabgeordneten Peter Münstermann hoffen. Darin dankt Minister Groschek für das Engagement und signalisiert weitere Möglichkeiten zur Unterstützung: „In Rücksprache mit der Bezirksregierung Köln wird der Förderverein Kommende Siersdorf bei der Aufstellung des Denkmalförderungsprogramms mit besonderer Priorität behandelt, die sich aus der architekturhistorischen Bedeutung des Herrenhauses begründet“, schreibt er.

In den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder alle Mandatsträger in ihren Ämtern. Dr. Peter Nieveler hob als Versammlungsleiter das große Engagement des Vorsitzenden Guido von Büren hervor. Auch Ludwig Bartmann als Vertreter der ehemaligen Eignerfamilie Heusch würdigte „den eifrigen Einsatz des Vorsitzenden Guido von Büren“.

Mit dem Ausblick auf das Jahr 2019 wurde auf ein bedeutsames Jubiläum hingewiesen. 800 Jahre zuvor geriet Siersdorf erstmals in den Fokus der Geschichte, denn 1219 schenkte Graf Wilhelm III. von Jülich auf dem Sterbebett liegend dem Deutschen Orden die Niederlassung Siersdorf.

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