Jülich - Kölner Studenten nutzen Jülicher Eigenheim als Filmstudio

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Kölner Studenten nutzen Jülicher Eigenheim als Filmstudio

Von: spl
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Dreharbeiten in Jülicher Priv
Dreharbeiten in Jülicher Privathaus: Produktionsleiterin Andrea Muckenheim auf dem Wagen, der für Kamerafahrten verwendet Foto: Plahm

Jülich. Mord und Geiselnahme in der Herzogstadt! Nach durchzechter Nacht findet ein junger Mann seinen toten Ex-Chef sowie eine geknebelte Kollegin, die verzweifelt versucht, sich zu befreien, im Haus auf. Der Mann hat keinerlei Erinnerungen an die Geschehnisse.

Es ist auch unklar, wie es zum Tod des ehemaligen Vorgesetzten und zur Entführung seiner Kollegin kommen konnte. Doch anstatt die Polizei zu alarmieren, nimmt der offenbar vom Alkohol noch verwirrte Mann die Angelegenheit selbst in die Hand und versucht dem Geschehen auf die Spur zu kommen.

Ein Horrorszenario, das in Jülich zum Glück nur an einem Filmset arrangiert wurde. „Erinnern ausgeschlossen” lautet der Arbeitstitel des Kurzfilms, den die gebürtige Tetzerin Andrea Muckenheim mit ihrem Team als Teil ihrer Abschlussarbeit für die Kölner Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (mhmk) unter anderem in Jülich dreht.

Der junge Mann ist der Bankangestellte Adrian (Robert Andrej Augustin), der von seinem Chef Schubert (Marcus Jakovljevic) gefeuert worden ist. Frustriert über seinen Rauswurf betrinkt er sich mit seinem besten Freund Tiffy (Firat Baris). Am nächsten Morgen ist Adrian derart schockiert über den Leichenfund sowie über seine geknebelte Kollegin (Sandra Fleckenstein), dass er versucht, das Geschehen selbst zu rekonstruieren und sich auf die Suche nach seiner Erinnerung begibt.

Angebot von sechs Hausbesitzern

Um das spannende Projekt realisieren zu können, hatte die Film- und Fernseh-Regiestudentin Muckenheim bereits Mitte Juli in unserer Zeitung um Hilfe für das Vorhaben gebeten. Für den Dreh wurden unter anderem eine weitere Location, Transporter und Komparse gesucht. Während die Resonanz auf die Anfrage nach einem Transporter und einen Komparsen weitestgehend ausblieb, erklärten sich sechs Hausbesitzer bereit, ihr Domizil für sechs Drehtage zur Verfügung zu stellen.

Das Team entschied sich für das Haus von Martin Schulz, Beigeordneter der Stadt Jülich, und Gattin Marietta Schade-Schulz. Andrea Muckenheims ehemalige Lehrerin am Gymnasium Haus Overbach vertraute dem Team die eigenen vier Wände allerdings nicht nur wegen der Bekanntschaft zu ihrer früheren Schülerin an, sondern vor allem aufgrund des interessanten Projekts: „Wir freuen uns, jungen Leuten bei einem solch außergewöhnlichen Vorhaben helfen zu dürfen. So viel Engagement unterstützen wir gerne”, sagte Schade-Schulz. Die Studenten sind froh, mit Hilfe des Zeitungsberichts den noch fehlenden Drehort gefunden zu haben. „Wir sind sehr dankbar für das Vertrauen, das uns Frau Schade-Schulz entgegengenbringt”, erklärte Muckenheim.

Insgesamt sind an dem Projekt 15 Personen beteiligt. Neben Muckenheim, die als Produktionsleiterin fungiert, stellt der Film auch für Regisseur Niklas Mehne, Kameramann Deniz Bakker sowie Aufnahmeleiter Alexander Riberger das Meisterstück dar. Viele weitere Beteiligte unterstützen die vier Studenten freiwillig und können so auch eigene Erfahrungen für ihr Studium an der Macromedia Hochschule sammeln.

Während der Dreharbeiten, die bereits in vollem Gange sind, zeigte sich das gesamte Team sehr professionell und diszipliniert. Die von den Studenten mitgebrachte Kamera-, Ton- und Lichttechnik verwandelte das gemütliche Wohnhaus in ein beeindruckendes Filmstudio, wo alle Beteiligten konzentriert ihren Aufgaben nachgingen.

Resonanz auf Festivals erbeten

Der Film wird wahrscheinlich bei Youtube zu sehen sein. Die Studenten hoffen weiterhin, durch das Einsenden ihres Films bei verschiedenen Festivals positive Resonanz zu erhalten. Finanziert und unterstützt wird das Projekt von der Kölner Macromedia Hochschule sowie durch Sponsoren.

Die Studenten mussten aber auch mit eigenen Geld nachhelfen. Daher freuen sich alle Beteiligten auch weiterhin über Sponsoren. Das Team braucht dabei nicht nur finanzielle Hilfe. Auch die Verpflegung, etwa durch einen ortsansässigen Bäcker, wäre eine willkommene Unterstützung. Kontakt und weitere Infos per E-Mail über muckenheim@hotmail.de oder unter Tel. 0178/5091151.
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